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Gelderland: Salz ist wieder vorhanden

VON STEFAN KRIEGEL - zuletzt aktualisiert: 18.08.2010

Gelderland (RPO). Nach dem langen Winter und dem knappen Streugut haben die Kommunen im Gelderland ihre Vorräte wieder aufgefüllt. Für viel Geld wurden Salz, Splitt und andere Mittel nachgekauft. Die Silos sind wieder voll.

In Issum zeigt Heinrich Waerder vom Bauhof die Salzvorräte, die dort für den Winter eingelagert werden.   Foto: RPO
In Issum zeigt Heinrich Waerder vom Bauhof die Salzvorräte, die dort für den Winter eingelagert werden. Foto: RPO

Viele Menschen werden sich noch erinnern: Der vergangene Winter war für den Niederrhein ungewöhnlich hart und lang. Es war erschreckend, wie schnell die Streuvorräte auf den Bauhöfen der Kommunen im Gelderland verbraucht waren. Dann kamen die Probleme bei der Neubeschaffung.

So stellt sich die Frage, wie die Städte und Kommunen für den kommenden Winter vorgesorgt haben. "Unsere Silos sind wieder voll", berichtet Markus Schink, Leiter des Issumer Bauhofs. Auf dem Gelände der Gemeinde lagern mittlerweile im Silo wieder 28 Tonnen Streusalz. "Das ist die Ladung eines Sattelzuges", erklärt Schink.

Info

Salz und Wasser

Wenn in Wasser Salz gelöst wird, dann sinkt der Schmelzpunkt. Das heißt, dass Wasser erst bei niedrigeren Temperaturen gefriert. Diesen Umstand nutzt man beim Streusalz im Straßenverkehr: Auf dem Eis gibt es immer eine dünne Schicht Tauwasser, in der sich das Salz löst und die dadurch nicht wieder gefriert.

Düngemittel zum Auftauen

Hinzu kommen noch vier Tonnen Salz in so genannte Big-Pags, den großen, weißen Säcken. Wenn es dann mit Streugut erneut eng werden sollte, verfügen die Issumer noch über zwei Tonnen Kainit, ein Düngemittel für die Landwirtschaft, das auch auftauende Wirkung hat, sowie zehn Tonnen Splitt. Insgesamt habe die Gemeinde, so erläutert der Bauhofleiter, für den Kauf der neuen Streumittel etwa 3000 Euro ausgegeben.

Ähnlich gut vorbereitet ist auch die Gemeinde Kerken. "Als wir dringend Streusalz benötigten, bekamen wir nichts. Als der Winter vorüber war, erhielten wir noch 50 Tonnen Salz, die uns jetzt natürlich noch zur Verfügung stehen", verdeutlicht Wolfgang Notz, Bauhofleiter der Gemeinde Kerken, die aktuelle Situation. Weitere 25 Tonnen hat er zu Sommerpreisen von etwa 76 Euro pro Tonnen hinzugekauft. "Mehr können wir auf dem Bauhof auch nicht unterbringen, da es nur zwei Silos gibt", fügt Notz noch hinzu.

Die Stadt Geldern ist im Augenblick noch nicht so weit. Sie bereitet derzeit die Salzbeschaffung für den anstehenden Winter vor. Dies erfolge im Rahmen einer Preisanfrage, berichtet Guido Ingenbleek aus dem Büro des Bürgermeisters. Im vergangenen Winter seien in der Herzogstadt insgesamt etwa 400 Tonnen Streugut verbraucht worden. Für diesen Winter werde zunächst das Lagersilo am städtischen Bauhof gefüllt. Nach Schätzungen des Tiefbauamtes wird für den Winter 2010/2011 von einer Liefermenge von etwa 350 Tonnen ausgegangen.

Auch die Gemeinde Wachtendonk hat bereits 30 Tonnen Salz in Silos gebunkert. "Außerdem haben wir weitere 50 Tonnen bestellt, die noch vor dem Beginn des Winters geliefert werden sollen", berichtet Michael Schramm, stellvertretender Leiter des Bauhofs. Er hofft, damit über den nächsten Winter zu kommen. Die Wachtendonker kauften das Salz zu einem Preis von rund 75 Euro pro Tonne ein, je nach Größe der Bestellung.

Die Stadt Straelen hat in der vergangenen Wintersaison Streumittel für gut 57 000 Euro auf den Straßen und Gehwegen verteilt. "Das waren etwa 310 Tonnen", sagt Stadtsprecherin Margret Linßen. 180 Tonnen seien bereits nachbestellt. Sie werden in neuen Silos untergebracht, deren Bau kürzlich erst begonnen wurde.

Quelle: RP

 
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