Geldern: Seepark vor der Erweiterung
VON LUTZ KÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 25.01.2012Geldern (RP). 18 bis 22 neue Zimmer für Kunden des Wellness-Bereiches, drei schwimmende Wasserhäuschen auf dem Rayersee plus ein zusätzlicher Wintergarten: Heinz und Marc Janssen haben Großes an der Danziger Straße vor.
Irgendwie clever, diese Janssens: Trendsportarten wie Tennis, Squash und Badminton bot Vater Heinz in Geldern bereits vor Jahrzehnten im Center an der Dieselstraße an. Menüs für die Party zu Hause konnten bei dem Kaufmanns chon gebucht werden, als kaum ein Mensch wusste, was Catering überhaupt ist.
Und mit dem Seehotel schuf der Unternehmer dann Mitte der 1980er-Jahre ein längst etabliertes Projekt – ehe er mit der "Halle Gelderland" noch die hiesige Politik geschickt in seine finanziellen Planungen "einband".
Nun folgt wohl der nächste Coup von Vater Heinz und seinem Sohn Marc, der längst die Vier-Sterne-Herberge an der Danziger Straße mitleitet: Nach RP-Informationen steht eine Erweiterung des Seeparks an. 2013 könnte das Projekt verwirklicht werden, von dem sich der Bürgermeister mit seiner Führungs-Crew begeistert zeigt – auch wenn es ansonsten keinerlei Infos gibt. Auch die Janssens halten sich bedeckt.
Kleine Chronologie
1995: Erster Spatenstich fürs Seehotel am Rayersee.
1996: Eröffnung der Anlage mit 64 Zimmern.
2003: Restaurant und Wintergarten werden erweitert.
2007: Die neue Wellness-Anlage auf 2000 Quadratmetern wird von Beginn an gut angenommen.
2013: Baubeginn für die Erweiterung?
Fakt ist aber: Die Betreiber planen einen Anbau mit 18 bis 22 Zimmern, die etwas größer als die bisherigen 65 Räume sind und somit Gästen entgegen kommen, die die dortigen Wellness-Angebote nutzen. Grund für den Anbau zwischen Hotel, See und Straße ist die enorme Nachfrage. In den vergangenen beiden Jahren war der Vier-Sterne-Komplex laut eines Insiders jeweils 82 und 85 Prozent ausgelastet.
Eine Reaktion auch auf den noch recht neuen Wellness-Bereich, der ständig für neue Besucher sorgt. Top-Bewertungen im Internet wie bei "Holiday-Check" sorgen außerdem für ein Übriges.
Logisch, dass die Janssens für die möglichen neuen Gäste auch einen weiteren Wintergarten planen – schließlich wollen die Besucher ja auch frühstücken oder zu Mittag essen. Das gläserne Gebäude soll sich wohl an das bestehende anschließen – immer schön mit Blick aufs Wasser.
Apropos Wasser. Hier plant der Familienbetrieb etwas Besonderes: Drei bis zu 50 Quadratmeter große Wasserhäuschen könnten als Themen-Suiten beispielsweise für Hochzeitspaare eine echte Attraktion darstellen. An einem Steg festgemacht, ließe sich hier Natur pur genießen. Die Idee dieser "Schwimmenden Häuser" stammt aus den Niederlanden, wo immer mehr Menschen auf dem Wasser wohnen. Dem Sprung ins kühle Nass steht dann von der eigenen Terrasse aus nichts mehr im Weg. Was auch irgendwie clever ist.
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