Geldern: Sicher zur Schule und wieder zurück
zuletzt aktualisiert: 14.09.2010Geldern (RPO). Der Straßenverkehr stellt Kinder, aber auch Erwachsene immer wieder vor neue Herausforderungen. Ein Beispiel gibt Rainer Niersmann mit seinem Butterbrot essenden, unter Zeitdruck stehenden Autofahrer, den er den Kindern bei der Verkehrserziehung in der St.-Antonius-Grundschule Hartefeld vor Augen führt.
Entscheidung über Busprojekt
Erschwerend kommt die heranrückende dunkle Jahreszeit hinzu. Damit Schüler möglichst sicher zur Schule und nach Hause gelangen, gibt es die Verkehrserziehung im Gelderland. Regelmäßig werden Vorschulkindern und Erstklässlern die Grundlagen beigebracht. Das beginnt mit dem richtigen Überqueren der Straße: erst hören, dann sehen, dann gehen, und endet mit der richtigen Kleidung.
Möglichst bunt und hell sollte es sein, lernen die Kinder der Kindergärten und Schulen beim Verkehrserziehungsprogramm der Stadt Geldern in Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Vorbeugung Goch. Beide Institutionen haben die Problematik um das richtige Verhalten zwischen Autos, Fahrrädern und Ampeln kindgerecht in Form gebracht.
In Lieder verpackt, bringt Rainer Niersmann, Mitarbeiter der Stadt Geldern, die Tipps, die Leben retten können, rüber. Begleitet wurde er bis vor kurzem von Heinz-Gerd Fleuren und Plüsch-Polizeihund Paul, bevor beide in den verdienten Ruhestand gingen. Zur Verkehrserziehung sind auch Eltern und Großeltern eingeladen. "Es ist wichtig, dass die Eltern mitbekommen, was in den Schulen gemacht wird und wo die Defizite der Kinder sind", sagt Niersmann. Das empfiehlt auch das Informationsblatt "Sicher mit Bus und Bahn zur Schule" der Verkehrsbetriebe in der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde Kleve und der Bundespolizei. Den Eltern wird geraten, dem Kind nicht nur die Ein- und Ausstiegshaltestelle zu zeigen, sondern auch den Weg von der Haltestelle bis zur Schule zu trainieren, bis das Kind den Weg gut kennt.
Um Unfälle beim Ein- und Aussteigen zu vermeiden, legt Klaus Fahrenholz, Fachberater für Verkehrserziehung, den Städtischen Diensten Geldern nahe, ein Busprojekt zu initiieren. Hierbei sollen Schülern in Geldern die Gefahren und Verhaltensweisen an Haltestellen deutlich gemacht werden. Über die Einrichtung eines solchen Lernprojekts wird am Mittwoch, 15. September, im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing des Rates der Stadt Geldern entschieden.
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