Straelen: Spinnen für Indien
VON HELENA BAERS - zuletzt aktualisiert: 02.12.2008Straelen (RPO). Zum sechsten Mal fand am Wochenende die Straelener Hobbykünstler-Ausstellung statt. Fast 30 Künstler zeigten ihre Werke. Nebenbei wurden Spenden für den Verein Karunai-Kinder-Hilfe-Indien gesammelt.
Karunai-Kinder-Hilfe
Verein Der Verein Karunai-Kinder-Hilfe-Indien wurde in Straelen gegründet, um einen Verein des Pfarrers Charles Raya zu unterstützen. Dieser setzt sich für Kinder und Mütter in ländlichen Gebieten Indiens ein.
Charles Raya Der Pfarrer arbeitet seit einigen Jahren als Seelsorger in der Kirchengemeinde St. Peter und Paul
Geben ist seliger denn nehmen. Dieser berühmte Satz wird besonders in der Vorweihnachtszeit wieder beherzigt. Und so könnte auch das inoffizielle Motto der Straelener Hobbykünstler-Ausstellung lauten, die am vergangenen Wochenende zum sechsten Mal stattfand. In den Räumen der Volksbank an der Kuhstraße zeigten fast 30 Hobbykünstler aus der Umgebung ihre Werke. Nebenbei wurden Spenden für die Straelener Karunai-Kinder-Hilfe-Indien gesammelt. Dabei konnten die Besucher nicht nur Gutes tun, sondern auch schon mal nach dem ein oder anderen Weihnachtsgeschenk suchen.
Gemälde und Teddybären
Genug Auswahl gab es jedenfalls: Von Gemälden in allen Stilrichtungen über Porzellanpuppen, Teddybären und Schmuck – alles natürlich handgefertigt – ließ sich für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas finden. Viele Künstler stellten ihre Werke zum ersten Mal in der Öffentlichkeit aus. Im Mittelpunkt stand aber die Karunai-Kinder-Hilfe, die Geld für Waisenhäuser in Indien sammelt. Seelsorger Charles Raya, der als Inder die schlechten Zustände der Straßen- und Waisenkinder in seinem Heimatland kennt, hat den Verein mit anderen Straelenern im vergangenen Jahr gegründet. Nachdem die Spenden bereits für den Kauf eines Grundstückes gereicht haben, soll Anfang 2009 das erste Haus gebaut werden. Ziel ist es, den Kindern dort eine sichere Zukunft zu geben: „Wenn wir in den nächsten zehn Jahren 100 Kindern helfen, helfen wir 100 Familien, die sonst auf der Straße leben würden“ sagte Raya.
Für dieses Ziel gaben die Besucher der Ausstellung und auch die Künstler gerne. Der Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf und die Standgebühren gehen direkt an die Waisenkinder. Viele Besucher gaben auch noch ein paar Euro extra, da sie Charles Raya kennen und sicher sind, dass ihre Spenden auch wirklich ankommen. „Das fällt besonders ins Gewicht“, sagt Maria Bartsch, die Organisatorin der Ausstellung. Man kennt sich, auch die Künstler untereinander. Deswegen hat Ulla Stewart mit bunt verzierten Buchumschlägen jedes Jahr wieder einen Stand: „Es macht Spaß und es ist eine tolle Gemeinschaft hier mit den anderen Künstlern“.
Davon ist auch Maria Bartsch überzeugt. Sie will die Ausstellung mit Hilfe des Leiters der Straelener Volksbank, Hans Schmitz, etablieren. Auch der Schirmherr, Bürgermeister Johannes Giesen, lobte den Verein, und zeigte sich erstaunt: „Ich wundere mich immer, wie innovativ Hobbykünstler sind.“
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