Wachtendonk: Suche nach Mirco im Kreis vorerst beendet
zuletzt aktualisiert: 10.09.2010Wachtendonk (RPO). Nachdem die Polizei in den vergangenen Tagen auch Gebiete in Wachtendonk und Wankum nach dem zehnjährigen Mirco aus Grefrath durchkämmt hatte, ist die Suche nun in den Kreis Viersen verlegt worden. "Wenn es neue Hinweise gibt, werden wir aber auch wieder im südlichen Kreis Kleve suchen", sagte ein Polizeisprecher.
Er bedankte sich für die gute Unterstützung der Einsatzkräfte durch die Bevölkerung. Gleichzeitig bat er um Verständnis dafür, dass die Polizei Angebote von Privatpersonen, die Suche aktiv zu unterstützen, ablehnt. Die Hundertschaften, die zu solchen Einsätzen gerufen werden, seien hochspezialisiert, erklärt Polizeisprecher Peter Spiertz.
"Es geht bei solchen Einsätzen nicht nur darum, auf den Boden zu schauen, das erfordert eine sehr akribische Suche." Zudem könne man sich kaum vorstellen, wie "unglaublich anstrengend" die Suche sei, zumal bei den aktuellen Wetterbedingungen.
"Wirklich gut gemeint"
"Es ist sehr lieb und wirklich gut gemeint, wenn die Menschen uns helfen wollen", so der Polizeisprecher, "aber bei dieser Arbeit müssen wir uns auf unsere ausgebildeten Kollegen verlassen." Dies gelte insbesondere auch für Funde, die im Zusammenhang mit einer möglichen Straftat stehen. "Dort können Spuren zerstört werden, auch deshalb können wir keine Privatleute bei der Suche mit einsetzen", wirbt Spiertz um Verständnis.
Die Beamten seien nach wie vor hochmotiviert, viele hätten sich freiwillig zum Suchdienst gemeldet. "Wir haben alle ausgebildeten Hunde, die bei der Polizei verfügbar sind, hier im Einsatz", erklärt Spiertz und ergänzt: "Bei Bedarf können wir auch noch andere Organisationen bitten, uns Suchhunde zur Verfügung zu stellen."
Hilfe anderer Art aus der Bevölkerugng ist bei den Beamten hingegen sehr willkommen: Immer wieder berichten Suchtrupps, dass sie von Bürgern mit Kaffee bewirtet würden. Das ist eine moralische Unterstützung bei der sehr belastenden Suche. Polizeikommissar Burkhard Borger gehört zur Einsatzhundertschaft Mönchengladbach. Er und seine Kollegen waren auch rund um Wachtendonk im Einsatz, um nach Mirco zu suchen.
Einen solchen Einsatz hat Borger noch nie erlebt. Immer dann, wenn es um Kinder gehe, seien die Polizisten besonders betroffen. Auch er. Immer wieder denkt er an seine Frau und die vier Kinder. Einen Gedanken versuchen er und die anderen Polizisten zu verdrängen: dass sie Mirco nur noch tot finden.
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