Geldern: Tag der Architektur im Kreis Kleve
VON ULLI TÜCKMANTEL - zuletzt aktualisiert: 25.05.2007Geldern (RPO). Am zwölften „Tag der Architektur“, der am 16. und 17. Juni stattfindet, beteiligen sich im Kreis Kleve Architekten und Bauherren mit 18 Projekten vom Rathaus-Neubau bis zu Studenten-Appartements. Eine gute Gelegenheit, neue Bauten im Kreis kennenzulernen, denn viele der präsentierten Objekte sind außerhalb des Architektur-Tages für Privatpersonen nicht zugänglich.
Haus heißt „ja nää 2“
So zeigen in Straelen Gerhard und Heike Hendricks ihr neues Wohnhaus, dass der Gelderner Architekt Philipp von der Linde entworfen hat, Judith und Thomas Breer in Altkalkar ihr Einfamilienhaus aus zwei unterschiedlichen Baukörpern. In Issum-Sevelen präsentieren Anita und Norbert Smeets die Umwandlung einer alten Scheune mitten im Dorfkern in ein modernes Wohnhaus. Unter dem neugierig machenden Namen „ja nää 2“ ist in Goch ein „janusköpfiges“ Einfamilienhaus zu sehen, bei dem zur Straßenseite ein Bestandsgebäude erhalten wurde, dessen neues Erdgeschoss nun als Dachgarten für die Obergeschosse dient.
Bernd und Norbert Deckers vom „Haus Deckers“ zeigen die Erweiterung ihres denkmalgeschützen Hotels im Walbecker Ortskern. In Kleve dürfte der Umbau und die Erweiterung des Hauses von Susanne Rexing auf großes Interesse stoßen: sehr klassisch, sehr kubisch, sehr bauhausig. Wie man ohne den Eindruck „Studentenwohnheim“ Appartments für Studierende der Uni Nijmege errichten kann, ist in Kranenburg zu besichtigen. Und im Ortsteil Schottheide gibt es 10 000 Quadratmeter niederrheinische Gartenlandschaft zu sehen, die fließend in den Wald übergehen; das dazugehörige Wohnhaus von Petra und Markus van Aken kann man gleich mit ansehen.
Unter den öffentlichen Bauten wird sicher der Neubau des Gocher Rathauses der Gocher Architekten Marcus Wrede und Klaus Völling anziehen, die mal hinter die Glasfassade gucken wollen, ohne „aufs Amt“ zu gehen. Die Stadt Emmerich ist als Bauherrin gleich mit zwei Objekten vertreten: Sie präsentiert den Umbau und die Erweiterung einer ehemaligen Fabrik zum PAN Kunstforum Niederrhein und die neugestaltete Rheinpromenade, bei der eine städtische Flanierzone und Überflutungsflächen in neuer Beziehung stehen.
Besichtigungszeiten und Infos: http://www.aknw.de/tda2007/ liste.phtml
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