Geldern: Tannen und falscher Schnurrbart
zuletzt aktualisiert: 12.02.2010Geldern (RPO). Bürgermeister Ulrich Janssen war karnevalistisch nahezu perfekt "getarnt": Ein angeklebter Schnurrbart und ein Zylinder mit Drachenplüschfigur sorgten für ein jeckes Inkognito, das freilich Gerd Lange schnell aufhob, als er den ersten Bürger der Stadt namentlich begrüßte und später zur offiziellen Zeremonie auf die Bühne bat.
Viel Musik war Trumpf im Anton-Roeffs-Saal. Die Drachentöchter ließen ihre neue "Schwester" mit einem Lied hoch leben. Toni Meyer spielte wie gewohnt dazu auf der Gitarre. Vom Halb-Playback wurde die Gruppe "Hartgeld" unterstützt. Sie besang die neue Draak-Preisträgerin zur Melodie des Volkslieds "Hohe Tannen". Etwas zum Mitmachen bot Jakob Janssen von der Sparkasse mit "Old MacDonald had a farm". Von der Kuh über das Pferd bis zum Fisch ahmten die Zuhörer die Tierlaute beziehungsweise die Lautlosigkeit nach.
Für das erste "Helau" bei der Veranstaltung sorgte Sparkassendirektor Rainer Buddensiek, der die Begrüßung übernahm.
Mit Elisabeth Görtz wurde die 24. Drachentochter ausgezeichnet. Die Draak-Verleihung an sich feiert jedoch ein Jubiläum. Seit 25 Jahren gibt es diese Veranstaltung, wie Lange rückblickend betonte. Zur Diskrepanz kam es wegen des Golfkriegs 1991. In jenem Jahr fiel die Draak-Verleihung aus.
Bei allem Jux und aller Dollerei: Passend zum sozialen Engagement der Drachentöchter insgesamt machte auch die frisch gekürte Frau aus Hartefeld die Zuhörer auf Menschen aufmerksam, denen es nicht so gut geht. Der Spendenscheck in Höhe von 500 Euro, den Elisabeth Görtz von der Sparkasse Krefeld überreicht bekam, ist für ein Schulprojekt im indischen Kerala bestimmt. Damit sollen laut Görtz vor allem die Chancen für Mädchen in diesem Land verbessert werden.
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