Geldern: Tröpfcheninfektion, aber nicht hoch ansteckend
zuletzt aktualisiert: 21.10.2006Geldern (RPO). Tuberkulose ist eine durch Bakterien hervorgerufene Infektionskrankheit. Nur infizierte Menschen mit offener Tuberkulose können die Bakterien per Tröpfcheninfektion weitergeben. Nicht jeder, der sich selbst infiziert hat, ist damit auch Überträger der Krankheit. Nur wenn Keime im Auswurf nachweisbar sind, spricht man von „offener“ Tuberkulose.
Die Tuberkulose gehört nicht zu den hoch ansteckenden Krankheiten. Ein recht enger Kontakt ist für eine Übertragung erforderlich. Nur etwa fünf bis zehn Prozent der mit Mycobacterium tuberculosis Infizierten erkranken an Tuberkulose.
Laut Robert-Koch-Institut (RKI) beträgt die Inkubationszeit Wochen bis viele Monate.
Zum Nachweis einer Infektion ohne Erkrankung gebe es nur den so genannten Tuberkulintest. Ein negatives Testergebnis schließe eine Tuberkulose jedoch nicht sicher aus.
„Entscheidend für eine effektive Bekämpfung der Krankheit ist eine rasche Entdeckung erkrankter und infektiöser Personen und eine schnell einsetzende effiziente Therapie“, heißt es aus dem RKI. „Kontaktpersonen unterliegen den üblichen Kontrollmaßnahmen, auf tuberkuloseverdächtige Symptome, insbesondere Husten, ist besonders zu achten.“
Nach einer Infektion werden die Erreger in den meisten Fällen schon in den Atemwegen abgewehrt. Von allen Infizierten erkrankt nur etwa ein Zehntel tatsächlich an Tuberkulose.
Weitere Informationen zu Tuberkulose sind auf den Seiten des Kreis-Gesundheitsamts zu finden unter www.kreis-kleve.de (Bereich Politik und Verwaltung, Gesundheit, Tuberkulosevorsorge).
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


