Geldern: Verwaltungszentrum wächst
VON MARC CATTELAENS - zuletzt aktualisiert: 10.09.2009Geldern (RPO). Die neuen Gebäude für Finanzamt und Polizei hinter dem Gelderner Bahnhof nehmen immer weiter Gestalt an. Ein Glanzpunkt des neuen Finanzamts ist der lichtdurchflutete Eingangsbereich mit Galerien. Am 5. Oktober ist Richtfest.
Besichtigungtermin im Rohbau. Gelderns Bürgermeister Ulrich Janssen und Vertreter aus Politik und Verwaltung waren begeistert. "Schön, dass wir hier mit Hilfe des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW eine solche Marke setzen können", lobte Janssen gestern das bisher Erreichte.
Er ist der Meinung, dass mit dem Bau des neuen Verwaltungszentrums das "größte und nachhaltigste Konjunkturpaket für Geldern" umgesetzt werde. In der Tat kann sich das finanzielle Volumen der Bauarbeiten sehen lassen: 16 Millionen Euro werden investiert. Ein großer Teil der Aufträge wurde an regionale Firmen vergeben.
Transparenz geschaffen
Architekt Michael van Ooyen hat bei der Planung des neuen Finanzamts Wert darauf gelegt, dass das Gebäude das Gefühl von Transparenz vermittelt. Er hat das Finanzamt als dreigeschossigen Baukörper mit Atrium konzipiert. Der Besucher des Finanzamts wird im transparent gestalteten, dreigeschossigen Eingangsbereich empfangen.
Daten und Fakten
Bauherr Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen.
Architekt/Projektleitung Michael van Ooyen.
Abmessungen Finanzamt: 53 mal 53 Meter (Innenhof: 28 mal 28 Meter), Polizeiinspektion: 53 mal 17 Meter (Polizeihof: 53 mal 36 Meter).
Baukosten 16 Millionen Euro.
Bezug Voraussichtlich April 2010
Arbeitsplätze Finanzamt: 204, Polizeiinspektion: 124.
Eine Galerie im ersten und zweiten Obergeschoss und der Ausblick in das begrünte Atrium sollen eine kommunikative Zone mit Aufenthaltsqualität schaffen. In unmittelbarer Nähe zum Eingang hat er die Service- und Informationsstelle sowie die zentrale Treppe und einen Aufzug angeordnet.
Neben den Büro- und Besprechungsräumen bietet der Neubau Räumlichkeiten für die IT-Schulung, Konferenzen und eine Kantine, die gemeinsam mit den Mitarbeitern der Polizeiinspektion genutzt wird. Eine Caféteria neben der eigentlichen Kantine soll zum Verweilen einladen.
Die neue Polizeiinspektion gliedert sich in den dreigeschossigen Verwaltungsbau und den Polizeihof mit seinen eingeschossigen Garagen und überdachten Einstellplätzen. Der als Sicherheitsbereich konzipierte Polizeihof wird von einer Mauer umschlossen. Die Zu- und Abfahrt ist durch zwei Schiebetore möglich. Die Polizeiinspektion umfasst neben den Wach-, Büro- und Besprechungsräumen einen Gewahrsam-Bereich mit Beobachtungs-, Einzel- und Sammelzellen sowie Garagen und Unterstellplätze für die Einsatzfahrzeuge.
Zur Wärmeversorgung beider Gebäude wird ein regeneratives Energiekonzept genutzt: Die Wärmeenergie für die Polizeiinspektion und das Finanzamt wird jeweils autark über erdnahe Geothermie (Wärmepumpen mit Erdsondenfeldern) erzeugt.
Das Richtfest wird am Montag, 5. Oktober gefeiert. Dann dauert es vermutlich noch rund ein halbes Jahr , bis die ersten Beamten einziehen können.
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