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Straelen: Ziel: Blumen-Titel

VON MICHAEL KLATT - zuletzt aktualisiert: 08.08.2007

Straelen (RPO). Jeanette Drießen nimmt an der Landesmeisterschaft der Floristen teil. In der Atta-Höhle muss sie fünf Aufgaben bewältigen.

Floristin Jeanette Drießen aus Straelen verwendet für ihre Creationen auch Materialien, die sie aus dem Urlaub mitbringt. Mit diesen Ideen möchte sie die Landesmeisterschaft gewinnen.   Foto: RPO
Floristin Jeanette Drießen aus Straelen verwendet für ihre Creationen auch Materialien, die sie aus dem Urlaub mitbringt. Mit diesen Ideen möchte sie die Landesmeisterschaft gewinnen. Foto: RPO

Zu ausladend dürfen die Werke nicht werden, höchstens 60 Zentimeter breit. Denn sonst kommt Jeanette Drießen mit ihren Arbeiten nicht hinein in die Atta-Höhle von Attendorn. Doch genau dort will sie ihr Bestes geben am Samstag, 18. August. Das Naturdenkmal im Sauerland ist Schauplatz der Landesmeisterschaft der Floristen um die „Silberne Rose“ – und Jeanette Drießen ist eine von zehn Teilnehmern.

Keinen Blick

Für die Schönheiten der Höhle wird die 35-jährige Straelenerin keinen Blick haben, denn sie muss sich den ganzen Tag darauf konzentrieren, der sechsköpfigen Jury Ansehnliches zu präsentieren. Fünf Aufgaben haben die Konkurrenten zu bewältigen.

Info

Alle zwei Jahre

Geburtsdatum Jeanette Drießen wurde am 30. März 1972 geboren.

Geburtsort Straelen.

Familienstand verheiratet.

Wettbewerb Der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Fachverbands Deutscher Floristen veranstaltet den Wettbewerb „Silberne Rosen“ alle zwei Jahre. Die Deutsche Meisterschaft findet in den Zwischenjahren statt.

Eine davon darf schon zu Hause fertig gemacht werden. „Zeitfenster“ ist der Titel dieser so genannten Mitbringarbeit, die dem 100-jährigen Bestehen der Atta-Höhle gewidmet ist und, so die Aufgabenstellung, „ein blumiges Standbild aus floralen Werkstoffen und Blüten“ zeigen soll.

Nicht nur darüber macht sich Jeanette Drießen seit etwa vier Wochen Gedanken. Sogar im Urlaub auf Mallorca ging ihr der Wettbewerb nicht aus dem Kopf. „Man sieht was und denkt, das könnte man schön verarbeiten“, erzählt die Floristin. Von der Insel hat sie sich Material mitgebracht, das sie möglicherweise für die Aufgabe „Oben oder unten“ gebrauchen kann. Dort geht es darum, mit Blumen und Stoffen wie Holz, Leder und Metall sieben „multikulturelle Geschichten“ darzustellen.

Bei „Flagge zeigen“ will sie an einem vier Meter hohen Fahnenmast eine mit Blüten und Ranken umwundene Windhose befestigen. Und nicht zuletzt wartet ein Gestell darauf, zu einem prächtigen Brautschmuck zu werden. „Da müssen wir Floristen die Models mitbringen und ausstatten, die Musik liefern und den Text für den Moderator schreiben“, beschreibt die Straelener Teilnehmerin den Aufwand. Maximal 1000 Euro will sie für den Wettbewerb ausgeben. Vom Fachverband bekommen die Teilnehmer ihren Angaben nach jeweils 400 Euro sowie Kost und Logis.

Mutter hilft aus

In ihrem Geschäft „Florales Creatives“, das Jeanette Drießen jetzt im sechsten Jahr führt, in dem sie zurzeit eine Auszubildende und eine Praktikantin beschäftigt und wo ihre Mutter hin und wieder aushilft, bereitet sie die Wettbewerbsarbeiten so weit wie möglich vor. Das bleibt von den Kunden nicht unentdeckt. „Sie geben einige Tipps, zum Beispiel zur Befestigung“, freut sich die 35-Jährige über die Unterstützung. Es gebe auch Fragen, ob man die Blumen-Arrangements kaufen könne.

Ja, kann man. Aber erst nach dem Wettbewerb. Dort möchte Jeanette Drießen mindestens so erfolgreich sein wie vor zwei Jahren. Damals belegte sie Platz drei. Wenn sie gewinnt, darf sie zur Deutschen Meisterschaft, wo um die „Goldene Rose“ gesteckt, gedreht und gewunden wird. Doch das, weiß die Straelenerin, werde sehr schwer.

Quelle: RP

 
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