Geldern: Zwei Jahrgänge machen Abi
VON STEFAN KRIEGEL - zuletzt aktualisiert: 19.01.2011 - 11:18Geldern (RPO). 2013 werden zwei Jahrgangsstufen aus den Gymnasien entlassen. Sie strömen dann gleichzeitig in die Universitäten und auf den Arbeitsmarkt. Die Schulen bereiten sie jetzt mit zusätzlichen Informationen darauf vor.
Geldern / Straelen Um rund 74 Prozent wird sich im Sommer 2013 die Zahl der Abiturienten am Niederrhein einmalig erhöhen. Grund ist die Verkürzung der Gymnasialschulzeit von neun auf acht Jahre. Entsprechend mehr Abiturienten werden sich ab 2012 für einen Ausbildungsplatz bewerben. Das haben die Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) mittlerer Niederrhein ermittelt. Und das hat für Jugendliche mit allen Schulabschlüssen Konsequenzen.
Mit mehreren vorbereitenden Maßnahmen reagiert das Lise-Meitner-Gymnasium in Geldern auf die Abiturientenflut. "Bei uns ist der so genannte Uni-Tag eine Pflichtveranstaltung. In diesem Jahr können sich unsere Schüler an der Universtät Duisburg-Essen informieren", berichtet Schulleiter Achim Diehr. Hinzu kommen 14-tägige Berufspraktika, die in diesem Jahr nach den Osterferien für die Jahrgangsstufen 10 und 11 durchgeführt werden.
Schülerzahlen
2013 werden die heutigen Jahrgangsstufen 10 und 11 aus den Gymnasien entlassen. Das betrifft so viele Jugendliche:
Kardinal von Galen, Kevelaer: Dort besuchen zurzeit 86 Schüler die Jahrgangsstufe 10, 76 Schüler die Stufe 11.
Lise Meitner, Geldern: 107 Schüler in Stufe 10, 101 in Stufe 11.
Friedrich Spee, Geldern, 91 Schüler in Stufe 10, 105 in Stufe 11.
Gymnasium Straelen: 75 Schüler in Jahrgangsstufe 10, 88 in Stufe 11.
Kontakt zur Arbeitsagentur
Eine dreitägige Orientierungsfahrt dient ebenfalls zur Information und zur Orientierung. "Natürlich stehen wir auch im ständigen Kontakt zu Mitarbeitern der Agentur für Arbeit, die ebenfalls in unserer Schule die Schüler auf die Zeit nach dem Abitur vorbereiten."
Großen Wert legt in diesem Zusammenhang Karl Kirchhart, Leiter des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Geldern, auf regelmäßige Veranstaltungen. Dazu gehören die Berufsfindungsgespräche vom Förderverein. Hier stehen Unternehmer und Vertreter aus unterschiedlichen Berufen den Schülern Rede und Antwort. Hinzu kommt noch das Uni-Trainee-Programm mit verschiedenen Modulen, mit denen die Gymnasiasten die Universität kennen lernen und Informationen zu verschiedenen Berufen bekommen. Das Praktikum dieses Gymnasiums findet nach den Osterferien statt.
"Wir haben bereits viel Lob von den Eltern für unsere Informationen über die Zeit nach dem Abitur bekommen", berichtet Heike Hoßbach, Leiterin des städtischen Gymnasiums in Straelen. Dazu zählt sie unter anderem die Doppelbesetzung des Jahrgangsstufen- Beratungsteams. Das 14-tägige Betriebspraktikum findet in Straelen ebenfalls vor Ostern statt. Absolut neu wird in der Blumenstadt ein so genannter Uni-Regio-Tag am Donnerstag, 27. Januar, sein. "Dann stellen sich die Universitäten aus der Umgebung in der Schule vor", erläutert die Schulleiterin.
Da die Absolventen der Gymnasien auch eine Konkurrenz zu den Haupt- und Realschülern bilden, hat die IHK die Ausbildungsinitiative 500+ entwickelt. Damit möchte die Kammer zur Entspannung der regionalen Ausbildungssituation beitragen. KOMMENTAR
Info Weitere Auskünfte unter Tel. 02161 241109
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