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Am Ende war’s Platz 125

VON MARTIN VAN DER PÜTTEN - zuletzt aktualisiert: 18.09.2006

Weeze Was haben zwei Schüler, ein Vermessungsingeneur, ein Versicherungskaufmann und eine Krankenschwester gemeinsam? Die Antwort ist: Die Lust am Laufen. Michael Heilen (40), Ehefrau Sylvia (44), Sohn Julian (17), Bekannter Norbert Platzer (52) und Martin Anderson (17), ein Mitschüler von Julian, bildeten beim Weezer 5  x  5 Kilometer-Staffellauf das „Provi-Team“. Ein lockerer Zusammenschluss von fünf Kevelaerern, die sich zum Ziel gesetzt hatten, die 5000 Meter einmal bei einem offiziellen Wettbewerb zu absolvieren. Für drei von ihnen war es die Premiere bei einer solchen Veranstaltung. „Ich habe meinen Sohn öfter zum Leichtathletik-Training gebracht und dann gedacht: ’Das kannst du auch noch’“, erklärte der 52-jährige Norbert Platzer, wie er zum Laufen gekommen ist.

Alles geben, den inneren Schweinehund überwinden und schließlich das schöne Gefühl, das sich nach einem Rennen einstellt. Laufen hat in den letzten Jahren an Beliebtheit weiter zugelegt, wobei es für viele weniger um Bestzeiten und Rekorde geht, als darum sich überhaupt einmal gesundheitsfördernd zu verhalten.

Außer Julian, der beim KSV dem Ball hinterher rennt, hat keiner des Teams mit Vereinssport etwas am Hut. So war das gemeinsame Ziel: ankommen, sich nicht verletzen und irgendwie unter zwei Stunden zu bleiben. Dass es am Ende dazu nicht ganz gereicht hat, lag wohl auch an den drückenden Temperaturen. „Zwischen den Maisfeldern stand die Luft still“, erklärte Michael Heilen, der aber trotzdem fand: „Als man erstmal im Ziel war, wurden die ganzen Endorphine ausgeschüttet, das war die Anstrengung wert.“ Der 17-jährige Martin blieb sogar unter 20 Minuten, das Quintett benötigte 2:02:46 Stunden für die Gesamtdistanz: Platz 125 unter 239 Staffeln. Das aber war zweitrangig.

Quelle: RP

 
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