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Volleyball: Annahme, Selbstvertrauen und Punkte weg

zuletzt aktualisiert: 28.01.2008

Volleyball-Regionalliga Frauen: TuB Bocholt - VC Eintracht 3:2 (27:29, 24:26, 25:23, 25:15, 15:5). Noch hat Aufsteiger Geldern einen Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz. Genauso gut hätten es nach der Partie gegen Mitaufsteiger TuB Bocholt vier Zähler sein können, wenn VCE-Trainer Krystian Scheinert und seine Spielerinnen am fremden Netz am Ende des dritten Satzes ihre Siegchance bei 2:0-Satzführung und 21:17-Vorsprung im diesem Satz nicht nahezu fahrlässig verspielt hätten. Das VCE-Sextett ließ sich den komfortablen Vorsprung noch entreißen und in fünf Sätzen in die Knie zwingen.

VCE-Youngster Lena Verheyen (li.) setzte sich in den ersten Sätzen in der Netzmitte gegen Bocholts Mittelblockerin Svenja Lohmamn noch gut durch.  Foto: RPO
VCE-Youngster Lena Verheyen (li.) setzte sich in den ersten Sätzen in der Netzmitte gegen Bocholts Mittelblockerin Svenja Lohmamn noch gut durch. Foto: RPO

TuB-Trainer Opitz brachte das Endergebnis und die spielentscheidenden Szenen am Ende des dritten Satzes auf den Punkt. Sein Kommentar: „Ein 0:3 gegen Geldern hätte uns im Abstiegskampf weh getan. Das wir doch noch 3:2 gewonnen haben, war für uns sehr wichtig. Satz eins war schon umkämpft. In Satz zwei waren wir besser im Spiel, waren 16:13 vorn und haben den Satz am Ende durch eine umstrittene Entscheidung 23:25 verloren. Bei 17:21 gegen uns ist in Satz drei nach einem Wechsel beim VCE das Spiel gekippt. Im Satz vier und fünf kam dann von Geldern nichts mehr.“ Gelderns Diana Spalek sah es ähnlich und war nach der Pleite richtig bedient: „Das ist schon heftig, dass wir es nicht schaffen, so einen Vorsprung nach Hause zu bringen. Wir haben Bocholt wieder stark gemacht. Bei uns hat nachher keiner mehr Verantwortung übernommen.“ Bedient war auch VCE-Coach Krystian Scheinert, dem im dritten Satz bei 21:17-Führung mit der Einwechslung der langen Melanie Verheyen für Nicole Gey kein Glücksgriff gelang. Die beabsichtigte Verstärkung von Block und Angriff ging völlig daneben. Statt sofort kam Nicole Gey erst wieder bei 23:23 ins Team, als dass Kind längst in den Brunnen gefallen war. „Wir haben uns selbst ins Knie geschossen“, lautete Coach Scheinerts auch auf sich selbst zu beziehende Kritik. Ergänzend stellte er fest: „Sicher war das hier in Bocholt wieder eine riesige Steigerung gegenüber den vorangegangenen Spielen. Aber sobald es eng wird, zeigen wir Angst, weiterhin auf die Bälle zu prügeln.“ Eine zutreffende Analyse zum VCE-Spiel in Satz vier und fünf. Da hieß es: Annahme weg, Selbstvertrauen weg, Punkte weg!

VCE: Heelers, Siepenkort, Gey, Spalek, Valentin, L. & M. Verheyen, Reiners, Gastens

Quelle: RP

 
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