Fußball: Atulahi sorgt für letzten Testsieg
VON DANIEL GONZALES - zuletzt aktualisiert: 01.08.2007Nach knapp 70 Minuten hatte „König Aleks“ genug gesehen, erhob sich gemächlich von der Behelfstribüne an der Römerstraße und trottete Richtung Ausgang. Das wilde Gewechsel an der Seitenlinie vor ihm wollte sich Aleksander Ristic nicht antun. Nicht unbedingt wegen des SV Straelen war der neue Trainer des KFC Uerdingen wie auch Kollege Lars Leese (SSG Bergisch-Gladbach) zur Römerstraße gekommen, sondern wegen der vertraglosen Profisspieler vom Verband deutscher Vertragsfußballer (VdV). Die waren aus ihrem Trainingslager in Duisburg nach Straelen gekommen, um als letzter und vor allem ernsthafter Sparringspartner für den Oberligisten vor dem ersten Spiel am Sonntag zu dienen. Das tat die Truppe, die von Profi Karsten Baumann trainiert wird, auch redlich. Körperlich extrem robust, technisch stark und clever, wie es sich für Ex-Profis gehört, spielten die überwiegend dunkelhäutigen Herren wie Salif Keita (zuletzt TuS Koblenz), Babacar Ndiaye (Spvgg. Unterhaching) oder Musemestre Bamba (RW Ahlen) phasenweise Katz und Maus mit den Grün-Gelben. So musste SVS-Keeper Marian Gbur gegen Bamba kräftig zupacken (13.) oder Hajo Peters vor Keite auf der Linie retten (19.). Auffällig waren die Probleme der Straelener im Spielaufbau zu Beginn. Die hohen Bälle von Peters hinten raus fanden fast nie einen Abnehmer. Mirko Urban auf der linken Seite blieb diesmal unauffällig, Sebastian Ludwik rechts leistete sich reichlich Fehlpässe. Einzig Skito Litimba schaffte es, die spürbar nicht eingespielte Defensive der VdV-ler aufzumischen. Im Minutentakt ergaben sich ab der 32. Minute plötzlich Chancen. Erst bedient Atulahi über links Litimba auf der rechten Seite, dem aber verspringt die Pille. Ludwiks Steilpass auf Litimba kann Torhüter André Thomas (Energie Cottbus) im letzten Augenblick abwehren, aber dann war es perfekt. Das Straelener 1:0: Ludwik flankt hoch auf Atulahi, der vollstreckt (35.). Fast wäre Litimba mit dem Kopf nach einer Ecke sogar das 2:0 geglückt (39.). Was auch für den eingewechselten Dennis Levering gilt, dem in der 47. Minute ein klarer Elfmeter zugesprochen werden muss. Pfostentreffer durch Bella und Miksits blieben die einzigen Möglichkeiten der Gegner. „Für uns ging ’s darum, uns mit der bestmöglichen voraussichtlichen Stammelf 60 Minuten einzuspielen. Das ist gelungen“, lobte SVS-Coach Tecklenburg.
SVS: Gbur - Rütten (66. Johnson), Clarke, Peters (71. Oploh), Schacht (66. Heythausen), Janz (46. Attris), Ernst (66. Schmitz), Urban (66. Pikolin), Ludwik (66. Sadi), Atulahi (46. Levering), Litimba (66. Ingenlath)
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