ATV klar am Ziel vorbei
VON NORBERT HEMMERSBACH - zuletzt aktualisiert: 06.12.2010Die Damen des TV Aldekerk unterlagen im Spitzenkampf dem Tabellenführer HG Kaarst/Büttgen letztlich deutlich mit 16:24. Auch der TV Issum und der Kevelaerer SV gingen an diesem Wochenende leer aus.
Irgendwie wirkte der Tabellenführer schon vor dem Anpfiff richtig locker, der Trainer sowieso. Er hatte sein Ziel, einen Sieg beim Mitkonkurrenten im Kampf um die Meisterschaft, am Ende erreicht und war ziemlich aufgeräumt: Prima Mädchen, hat ja geklappt, und war auch nicht ganz so viel Arbeit. Mit 16:24-Toren, gefühlt aber ein paar zu viel, gewann die HG Kaarst/Büttgen gegen den TV Aldekerk II.
ATV teils überfordert
Bereits nach wenigen Minuten sah es so aus, als könnten die Spielerinnen von Hans-Jürgen Uerlings die Partie nicht gewinnen. Der Tabellenführer erzielte schnell drei Tore in Folge. Das gab ihm Kraft und Selbstbewusstsein, und nur für eine kurze Weile schien es, als könnten die ATV-Frauen über sich hinauswachsen. Die Gäste hielten jedoch nichts von einer Überraschung und erzielten bis zur Pause einen Vier-Tore-Vorsprung (6:10).
– Hamborn 20:25 (5:14)
TV Issum: Schüttrigkeit, Fuchs – S. Harder (4), Bosser (3), Maßeling (1), K. Harder, Klaumann (2), Kroppen (1), Ophey (3/1), van Stephaudt (3), Mons, Holzer (3/2).
KSV – HSG Wesel 19:23 (6:10)
Kevelaerer SV: Stevens-Breuer, Müller - Brüser (3), Endress (2), van Meegen (1), Witt (6), Schürmanns (6), Helmus, Lasnig, Duyar (1).
ATV II – K./Büttgen 16:24 (6:10)
ATV II: Stahlberg, Thönes – Asbeck, L. Baur (3), H. Baur (4), Konrad (4), Sandmann, Scholz (1), Harich (1), St. Thönes, K. Thönes (1), Wanzek (2), Angenvoort.
Obwohl das Aldekerker Team die Sache in der zweiten Hälfte gar nicht schlecht machte, war es überfordert, den Gegner auf Distanz zu halten. Es wirkte auch ein wenig verkrampft, wenigstens in der Schlussphase. Minuten lang erzielte es zudem keinen einzigen Treffer, während die Gäste frei wie die Segelflieger wirkten. Sie rannten, warfen und trafen – und überließen nichts dem Zufall. Solche Spielzüge hatte der ATV gestern nicht im Repertoire, trotzdem harmonierte er ganz gut. Der Trainer wollte nach dem Schlusspfiff denn auch nichts kritisieren. "Die nächsten Wochen werden zeigen, wo wir stehen. Gegen den Tabellenführer mussten wir nicht gewinnen." Uerlings hatte sich im Übrigen erst kurz vor dem Anwurf auf die Spielerinnen festgelegt, die trotz kleiner Verletzungen ihrem Team helfen wollten. "Das", sagte er, "stimmt mich zufrieden."
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