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ATV nicht zu bremsen

VON REINHARD PÖSEL - zuletzt aktualisiert: 09.11.2009

In der Handball-Oberliga schlägt der TV Aldekerk Aufsteiger Adler Königshof mit 34:28 (16:12). Trotz einer nicht immer fehlerfreien Leistung lag der ATV mit zeitweise acht und mit sieben Toren in Führung.

Der Aldekerker Christoph Kleinelützum (Mitte) im Clinch mit den Königshofern Maher Farhan (li.) und Tim Christall.  Foto: RPO
Der Aldekerker Christoph Kleinelützum (Mitte) im Clinch mit den Königshofern Maher Farhan (li.) und Tim Christall. Foto: RPO

Die Vogteihalle war bis unters Dach gefüllt. Mehr als 600 Anhänger sorgten beim Spiel zwischen dem TV Aldekerk und Adler Königshof für eine tolle Kulisse und eine ebensolche Stimmung, "wie ich sie hier noch nicht erlebt habe", sagte Nils Wallrath, der vor zwei Jahren vom ATV zum Krefelder Aufsteiger gewechselt war.

Die Besonderheit des Spiels registrierten die Aldekerker Spieler schon beim Eintreffen in der Halle. "Da spielte noch unsere Zweite gegen Königshofs Zweite – aber schon da sorgten die Zuschauer für einen Höllenlärm", erinnerte sich Aldekerks Torwart Florian Lindenau. "Wir brauchten einige Zeit, bis uns klar war, dass das unsere eigenen Anhänger waren, die die Halle mit Trommeln, Megafonen und Gesängen unter Dampf setzten." Heute habe das komplette Drehbuch gestimmt, ergänzte Burkhard Heesen: volle Halle, tolle Unterstützung von der Tribüne und schließlich ein verdienter 34:28-Sieg.

Info

Namen & Zahlen

So spielte TV Aldekerk: Lindenau, van Hall – Plhak (7), Kleinelützum (7/2), Culm (5), Welzel (5), Pietralla (3), Nacken (3), Kurtz (2), Reimers (1), Lindenau (1), Greven, Liesebach, Möcking, Opper.

Nächstes Spiel: TV Jahn Hiesfeld, Samstag, 14. November, 18.30 Uhr, Sporthalle im Gustav-Heinemann-Sportzentrum, Kirchstraße.

Bis in die Haarspitzen motiviert entzauberten die Gastgeber in den ersten 20 Minuten Adler Königshof. Mit gut strukturierten und hervorragend zu Ende geführten Angriffszügen bauten sie die Führung auf 12:4 aus. Mit einem überragenden Florian Lindenau zwischen den Pfosten, der in der 19. Minute den Ball aus dem eigenen Torkreis in den Maschen des gegenüberliegenden Tores versenkte.

Auf Seiten des ATV wurde um jeden Ball gekämpft – mit großer Leidenschaft und einem ausgezeichneten Rückzugsverhalten, so dass die Gäste ihr schnelles Konterspiel kaum anbringen konnten. Und vor der Aldekerker Abwehr leistete Stefan Pietralla ein weiteres Mal läuferische Schwerstarbeit mit einem guten Gefühl, in die Flugbahnen der Bälle zu preschen.

Die Verschnaufpausen, die sich der auf hohem Niveau spielende ATV zwangsläufig nehmen musste, nutzten die Gäste, um deutlich zu machen, weshalb sie als Aufsteiger so gut in der Tabelle stehen. So kämpfte sich Königshof immer wieder heran. Bis zum Seitenwechsel auf 12:16 bei eigenem Anwurf nach der Pause. Doch Aldekerk ließ sich davon nicht aus den Schuhen kippen, fand verhältnismäßig schnell wieder zu einer klaren Linie zurück. Mitte des zweiten Durchgangs war der ATV dann wieder mit sieben Toren vorne. Das reichte aber immer noch nicht, um das Spiel in ruhigem Fahrwasser zu wissen. Adler Königshof verkürzte dreieinhalb Minuten vor Schluss bis auf drei Tore (26:29), nahm nach einer Zeitstrafe gegen Schierhölter Torwart Gottschalk heraus und brachte einen sechsten Feldspieler. ATV-Trainer Heesen schwor in dieser Phase seine Spieler noch einmal ein. "Wir", sagte er eindringlich und klopfte sich gegen die Brust, "wir sind noch mit drei vorne."

Lob für Thomas Plhak

Die Ansprache fruchtete. Stefan Pietralla fing einen Ball ab und versenkte ihn im leeren Tor. Kurz darauf schließt die Nummer 19 des ATV einen Tempogegenstoß ab. Das Spiel war aus Sicht des ATV endgültig in trockenen Tüchern. Den Schlusspunkt setzte Thomas Plhak, der mit seinem siebten Wurfversuch von der rechten Außenposition seinen siebten Treffer in diesem Spiel erzielte. "Dazu noch ein ausgezeichnetes Stellungsspiel in der Abwehr zeigte, mit dem richtigen Timing, zum Ball zu gehen", lobte Heesen seinen Außenmann.

Quelle: RP

 
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