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Hockey: Berlin feiert seine Mädels

VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 22.02.2010

Die Mädchen A des SC Charlottenburg gewannen in der Bollwerk-Halle den blauen Wimpel des Deutschen Meisters. Das vom HC Eintracht Geldern ausgerichtete Turnier bot tollen Hockeysport und lockte viele Zuschauer an.

Internationales Flair: "Willkommen in der Champions League", meinte der Hallensprecher vor dem Endspiel in der Bollwerk-Halle.  Foto: RPO
Internationales Flair: "Willkommen in der Champions League", meinte der Hallensprecher vor dem Endspiel in der Bollwerk-Halle. Foto: RPO

Nach dem Schlusspfiff konnten die Boxen der Musikanlage in der Sporthalle am Bollwerk nicht mehr mithalten. Die Jubelschreie der Mädchen aus Berlin übertönten alles. Nur mit Mühe verkündete der Hallensprecher den "Deutschen Meister der Mädchen A 2009/2010: der SC Charlottenburg". Vor rund 400 Zuschauern hatte das Team von Trainer Ziad al Michref das Finale gegen den UHC Hamburg mit 3:0 gewonnen.

Viele Emotionen

Es war ein würdiger Abschluss nach einem zweitägigen Turnier, das nicht nur schönes und spannendes Hallenhockey bot, sondern auch manche Anekdote und viele Emotionen. Freudentränen flossen etwa bei Lea Gablac, Torfrau des SB Rosenheim. Sie sicherte ihrem Team im Siebenmeter-Schießen gegen Mannheim den dritten Rang – von ihrer Schwester Hannah hatte sie zuvor als Glücksbringer deren Halskette umgelegt bekommen.

Die gute Laune ließen sich die Spielerinnen und das Trainerteam aus Essen am Wochenende nicht vermiesen – trotz des letzten Platzes. "Wir wollten einfach Spaß haben, und den hatten wir auch", versicherte Trainer Patrick Fritsche. "Es ist toll, dass wir unter den acht Besten in Deutschland sind." Er und Betreuer Ulrich Bauerdiek trugen gestern T-Shirts mit der Aufschrift: "Danke Mädels."

Gedämpfte Stimmung herrschte vor allem bei der Mannschaft aus Raffelberg. Von vielen Trainern als Favorit gehandelt, landete der Club in der Vorrunden-Gruppe B auf dem letzten Platz. Der Sieg im Spiel um Platz sieben gegen Essen war nur ein schwacher Trost. "Wir haben am Samstag nicht die Leistung abgerufen, die nötig gewesen wäre", meinte Trainerin Susi Maertens. Es sei auch eine Kopfsache gewesen. "Es sind erfolgsverwöhnte Mädels. Sie müssen sich daran gewöhnen, dass sie nicht immer gewinnen." Daraus gelte es zu lernen.

Bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag wurden nicht nur die Leistungen der Spielerinnen noch einmal hervorgehoben, sondern auch die Arbeit des Ausrichters HC Eintracht Geldern. "Es gab absolut nichts zu beanstanden, es war eine tolle Veranstaltung", lobte Jan-Hendrik Fischedick vom Deutschen Hockeybund (DHB). Und auch Gelderns Bürgermeister Ulrich Janssen freute sich, dass ein "solches Ereignis hier bei uns stattgefunden hat". HCEG-Vorsitzender Daniel Buschmann bedankte sich abschließend bei den vielen Helfern, die an drei Tagen mit angepackt haben.

Quelle: RP

 
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