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Fußball: Das geniale Südderby

VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 25.10.2008

Im Voba-Cup gewann der SV Sevelen klar gegen GW Vernum. „Das ist aus den Köpfen raus“, meint SV-Trainer Gierschner. Der Tabellenführer kommt mit einigen Vorschusslorbeeren zum Spitzenspiel nach Sevelen.

Wie in Issum, hoffen Thomas Scharfschwerdt (l.) und Sevelen auch gegen Vernum auf viele Fans.    Foto: RPO
Wie in Issum, hoffen Thomas Scharfschwerdt (l.) und Sevelen auch gegen Vernum auf viele Fans. Foto: RPO

Es ist das Spiel, auf das Fans und Mannschaften schon seit Wochen hinfiebern. Der Spitzenreiter der Kreisliga A, Grün-Weiß Vernum, gastiert beim Verfolger SV Sevelen. Doch auch in den übrigen Partien steckt Brisanz.

SV Sevelen – Grün-Weiß Vernum: Knapp acht Kilometer trennen die beiden Ortschaften, für die Fußballfans kaum mehr als eine kleine Radtour. „Daher hoffe ich auf schönes Wetter und eine volle Hütte“, sagt Gunnar Gierschner. Für Sevelens Trainer verspricht das Heimspiel gegen Vernum „attraktiven Offensivfußball von beiden Mannschaften mit vielen Toren“. Bei den Gästen denkt Gierschner da vor allem an Toptorjäger Christoph Dickmans. Sevelen dagegen sucht noch seinen Knipser, „wir machen das im Kollektiv wett“, so Gierschner. „Das macht uns unberechenbarer.“ Seine Elf fiebere bereits dem Nachbarschaftsduell entgegen, und auch für den Trainer selbst ist es ein besonderes Spiel: Er wohnt in Vernum und begann dort das Fußballspielen. Hinzu kommt die rein praktische Überlegung: Der Sieger der Partie „setzt sich drei Punkte von einem direkten Konkurrenten ab.“

So weit denkt Norbert Holt erst einmal nicht. Vor dem Derby wurde bei Vernum „an den Schwächen gearbeitet“, berichtet der Co-Trainer. Heißt: Standard-Situationen. „Gerade offensiv bringen sie noch zu wenig ein“, sagt Holt. Dem Gastgeber zollt Vernums Co-Trainer Respekt: Sevelen könne nicht nur spielerisch überzeugen, meint Holt, „die haben auch eine kampfstarke Truppe, die 90 Minuten zu marschieren scheint“. Für morgen erwartet Holt in Sevelen ein „attraktives, spannendes und offensiv ausgerichtetes Spiel – wir selbst können gar nicht auf ein 1:1 spielen“. Es scheint also alles bereit für ein, so Gierschner, „geniales Südderby“.

SV Herongen – Vikt. Goch II (heute, 15 Uhr): Vor dem Heimspiel gegen die Gocher Reserve plagen Karl-Heinz Keysers einige Personalsorgen. Neben Paul, Kox und Young fehlen auch Pasch, der „unserer Defensive zuletzt viel Sicherheit gegeben hat“, sagt Herongens Trainer, und Torjäger Bially. „So einfach wird‘s nicht werden“, ahnt Keysers und fordert: „Wir müssen eine richtig gute Leistung bringen, um gegen Goch zu punkten.“ Denn die Gäste zeigten sich in den vergangenen Wochen in guter Form. Keysers verspricht dennoch: „Wir werden versuchen, alles zu geben und offensiv zu spielen, um die drei Punkte in Herongen zu halten.“

TSV Weeze – SV Donsbrüggen: Zwei Dinge gingen der Mannschaft von Andreas Holla zuletzt ab. Da ist die Leichtigkeit – „wir quälen uns derzeit in jedem Spiel“, sagt Weezes Trainer. Zudem finde sein Team keine Konstanz. So reiche es einfach nicht, um ganz oben mitspielen zu können. Gegenüber der jüngsten Niederlage müssen sich im Heimspiel gegen Donsbrüggen „viele Dinge verbessern“, sagt Holla – etwa Laufbereitschaft und spielerische Aspekte. Denn die Gäste sind laut Holla „ein schwerer Gegner“. Er hofft dennoch, und trotz arger Personalsorgen, auf einen Sieg.

Quelle: RP

 
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