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Fußball: Den Notausgang gefunden

VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 01.10.2007

Fußball-Oberliga: Der SV Straelen hat es geschafft. Nach neun vergeblichen Anläufen haben die Grün-Gelben den ersten Saisonerfolg gelandet. Mit 2:1 wurde Borussia Mönchengladbach II geschlagen.

So sehen Sieger aus: Die Straelener (v. l.)  Clarke,  Thönes,  Schacht, Urban und Siberie freuen sich über den ersten Saisonerfolg.  Foto: RPO
So sehen Sieger aus: Die Straelener (v. l.) Clarke, Thönes, Schacht, Urban und Siberie freuen sich über den ersten Saisonerfolg. Foto: RPO

Ein gern gesehener Gast nahm gestern auf der Tribüne des SV Straelen Platz: Jos Luhukay (44), der ehemalige Trainer des SV Straelen, hatte gleich zwei gute Gründe, sich die Partie anzusehen. Zum einen besitzt er immer noch ein blendendes Verhältnis zum Klub an der Römerstraße, zum anderen konnte der Trainer des Zweitligisten von Borussia Mönchengladbach seine Zweitvertretung beobachten. Was der Chefcoach jedoch in den 90 Minuten von seinen Clubmitgliedern zu sehen bekam, hielt sich in einem bescheidenen Rahmen. Mit 2:1 setzte sich der SV Straelen verdient gegen die ambitionierte Elf aus Gladbach durch. Am zehnten Spieltag der Saison 2007/08 hat es damit auch der SVS als letzte Mannschaft der Liga geschafft, die Null in der Spalte Siege zu tilgen.

Info

Teams und Tore

Wechsel SVS: 61. Lenders (–) für Ziberi; 73. Siberie (–) für Litimba; 77. Peters (–) für Urban

Borussia M’gladbach II: Löhe – Puhl (60. Keseruglu), Stang (46. Heubach), Kniat, Tadrosse – Seidel – Andersen, Demir, Sahan – Can, Schuchardt

Tore: 1:0 Litimba (12.), 2:0 Litimba (73.), 2:1 Can (88.); Rot: – / Kniat (88. Tätlichkeit); Zuschauer: 400;

Schiri: Dräger (Bielefeld, Note 2)

Pleite und Rot

Einer, der in der vergangenen Saison beim SV Straelen sehr ordentliche Arbeit ablieferte, war Michel Kniat. Der Abwehrspieler stand gestern in der Anfangsformation der Gäste und hätte sich seine Rückkehr an die Römerstraße anders vorgestellt. Neben der 1:2-Pleite kassierte Kniat nämlich noch kurz vor dem Abpfiff eine Rote Karte. Zuvor hatte der SV Straelen eine Leistung gezeigt, die mit den nicht selten liga-untauglichen Vorstellungen aus den vorangegangenen Partien nicht zu vergleichen war. Allein die Steigerung zum vergangenen Spieltag war beachtlich: In der 12. Minute trat van Loenhout einen Freistoß in den Borussen-Strafraum, den die Gäste nicht fachgerecht entsorgen konnten. Litimba ist zur Stelle und markiert das 1:0. Die Hintermannschaft des SV Straelen präsentierte sich gestern wesentlich gefestigter und verzichtet diesmal auch auf die sonst handelsüblichen Bolzen. Zudem stand erstmals Slavomir Szymaszek im Tor, der hervorragende Arbeit leistete. Als auch der in der 32. Minute geschlagen war, klärte Dennis Levering für seinen Keeper auf der Linie. Galdbachs Schuchardt hatte abgezogen. Größere Probleme hatte die Borussia mit der Abseitsfalle, in die sie regelmäßig reinrannte.

Kurz nach dem Wechsel war’s Straelens Zudi Ziberi, der nach einer Ludwik-Vorarbeit die nicht geringe Möglichkeit ausließ, das 2:0 zu erzielen. Nach gut einer Stunde schickte Urban den starken Litimba auf die Reise, der nur noch Borussen-Keeper Löhe vor sich hatte. Den umkurvte er, um dann die Kugel aus spitzem Winkel in den Fangzaun zu setzen (64.). In Minute 73 macht Litimba dann alles richtig: Diesmal von Levering bedient, tritt er zum 2:0. Als Can zwei Minuten vor dem Abpfiff das 1:2 erzielt, hat Kniat verständlicherweise keine Zeit zu verlieren, die Kugel aus dem Netz zu holen. Dabei gerät er mit Szymastek aneinander, der zu Boden geht. Kniat sieht Rot, obwohl der SVS-Keeper dem Schiri bestätigt, dass Kniat nichts getan hat. Dennoch war der Ex-Straelener nach dem Spiel nicht gut auf den SVS-Keeper zu sprechen: „Das war eine Frechheit. Die Show, die der veranstaltet, ist unsportlich, egal ob er nachher zum Schiri geht. Einige von uns haben Straelen unterschätzt.“

Den Bremser raus

Skito Litimba, der entscheidenden Anteil am Erfolg hatte, sagte nach den 90 Minuten bescheiden: „Ich habe nur meinen Job gemacht. Wichtig war, dass wir hinten gut gestanden haben.“ Mario Schwarz, der sich im Training einen Bänderriss zugezogen hatte, wusste woran es lag, dass der SVS gegen Gladbach den ersten Saisonsieg einfahren konnte. „Du musst nur den Bremser rauslassen – schon läuft’s“, sagte Schwarz nicht ohne Ironie.

Quelle: RP

 
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