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Fußball: Der Fluch vom Bergsteg

VON KARL DICKS - zuletzt aktualisiert: 29.11.2006

Fußball: Beim SV Walbeck sitzen einige Akteure häufiger beim Arzt als in der Kabine.

Jedes Team muss Ausfälle verkraften – aber nicht in den Mengen. Ist es bei den Grünen besonders gefährlich?
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Klosterhardt kommt

Zum letzten Spieltag der Vorrunde empfängt der SV Walbeck am Sonntag, 3. Dezember, um 14.15 Uhr, DJK Arminia Klosterhardt, die fünf Punkte mehr auf dem Punkt haben als der SVW.

„Unsere Personalsituation ist wohl einmalig in Deutschland“, fasst Walbecks Spielertrainer Jens Jütten das Dilemma zusammen, das sich derzeit am Bergsteg bietet. Da hatten sich stolze 22 Mann zum Saisonbeginn als Kader fotografieren lassen, jeder von ihnen mit einer eigenen Privatnummer von 1 bis 22 auf dem neuen, hellgrünen Trikot, entsprechend große Hoffnungen auf eine rasante Landesliga-Saison nach dem Aufstieg, doch gingen die Hoffnungen ein wie Primeln am Nordpol. Jetzt, nach vierzehn Spieltagen, krauchen die Grünen knapp vor den Abstiegsplätzen herum und sind froh, wenn sich zu den elf halbwegs gesunden Spielern auf dem Feld auch noch einige auf der Bank gesellen. Einmalig in Deutschland? Möglich ist das, denn in solch ausgeprägter Form erlebt das wohl kaum ein Verein.

Und das dauert

Es sind nicht die üblichen Blessuren und Wehwehchen, die jeder Fußballer aus Training und Spiel mitbringt, nein, es sind alles schwerwiegende und entsprechend langwierige Sachen, für die Walbecks Masseur „Mats“ Wistuba nicht mehr zuständig ist. Die Frage, ob es denn an Überlastungen in Training und Spiel liegen könne, beantwortet Co-Trainer Dieter Brands: „Wir haben nicht falsch und auch nicht zuviel trainiert, dann sähen die Verletzungen anders aus und würden eher im Muskelbereich liegen.“ Nicht erfasst von dem Fluch, der über dem Bergsteg zu liegen scheint, sind die Ex-Sevelener Sascha Wicher, Jörg Hegmans, Gunnar Gierschner und Mario Möllecken, der jetzt seine Meisterprüfung als Industrieschlosser bestanden hat. Dieses Quartett spielt und spielt, fehlt höchstens mal aus beruflichen Gründen. Wächst etwa in Sevelen ein besonderer Menschenschlag, der vor schweren Verletzungen gefeit ist? Da aber auch der aus Kevelaer stammende Kevin Gregori deutlich mehr als tausend Minuten gespielt hat, kann es nicht nur an der Sevelener Luft liegen, dass dort Verletzungen Fehlanzeige sind.

Servus Walbeck

Gregori wird jedoch demnächst aus einem anderen Grund fehlen: Der gelernte Bankkaufmann fand hier keine adäquate Stellung, heuerte bei einem Reisebüro in Voerde an, wurde aber jetzt von einer Bank in Oberbayern eingestellt. Servus, Walbeck !

Quelle: RP

 
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