Handball: Die Bank hat ihn wieder
zuletzt aktualisiert: 07.02.2007Da ist er wieder: Franz-Josef Tebart (48) kehrt auf die Trainerbank zurück. Aber nicht bei seinem Stammverein, dem TV Aldekerk. In der kommenden Saison übernimmt er für Dietmar Beiersdorf den TV Issum.
Beim TV Issum ist inzwischen so gut wie klar, wer die Nachfolge von Dietmar Beiersdorf als Coach der Handballherren antreten wird. Franz-Josef Tebart (48), im Gelderland noch gut aus Spieler- und Trainerzeiten beim TV Aldekerk bekannt, wird unter bestimmten Umständen auf der Trainerbank Platz nehmen. RP-Mitarbeiter Stefan Mülders sprach mit dem designierten Trainer.
Wann kamen die Issumer auf Sie zu?
Franz-Josef Tebart Das war vor etwa drei Wochen über meinen guten Bekannten Frank Kabasch.
Als Spieler haben Sie viele Jahre in der Regionalliga gewirkt, zum Teil sogar in der zweiten Bundesliga. Als Trainer betreuten sie Oberligamannschaften. Mussten Sie lange überlegen, nach zwei Jahren Pause wieder eine Zusage für die Landesliga zu geben?
Kempen und beim ATV
Franz-Josef Tebart spielte beim TV Aldekerk in der Ober-, Regional- und 2. Bundesliga. Auch in Lintfort war er in der Regionalliga aktiv. Es folgten Trainerstationen in Kempen und Aldekerk, wo er erste, zweite und A-Jugend-Mannschaft betreute. Die Kempener führt er in die Landesliga.
Tebart Als ich vor zwei Jahren aufgehört habe, hat das gut getan. Inzwischen fehlt aber irgendwas, da kitzelt es schon wieder. Dann ist da noch die alte Verbundenheit zu einigen Spielern sowie die Tatsache, dass Issum nicht weit weg ist und ich die familiäre Atmosphäre dort mag. Aber die Bedingungen müssen schon stimmen.
Welches sind Ihre Bedingungen?
Tebart Der Vorstand meint, die Mannschaft ist in der Landesliga genau richtig aufgehoben. Davon gehe ich jetzt auch einfach mal aus und mache daher den Klassenerhalt zur Grundvoraussetzung. Das dürfte aber auch keine Probleme bereiten. Zudem baue ich darauf, dass einige ältere Spieler wie zum Beispiel Ralf Hericks oder Stephan Swyen noch mindestens ein Jahr weiter machen und beim Aufbau der jungen Leute helfen. Hier ist unter Umständen noch einige Aufbauarbeit notwendig.
Wie stellen Sie sich Ihre Arbeit in Issum vor?
Tebart Trainieren, trainieren, trainieren. Wichtig ist, dass alle mit Spaß bei der Sache sind und voll mitziehen, sonst hat das keinen Sinn. Die Mannschaft hat Potenzial, die Voraussetzungen sind gut.
Woher wissen Sie das? Haben Sie schon mit der Mannschaft gesprochen?
Tebart Nein, ich werde Dietmar Beiersdorf auch ganz bestimmt nicht in seine Arbeit hinein pfuschen. Er soll seinen Job gut zu Ende bringen können. Ich war am Samstag in der Halle und habe eine Mannschaft gesehen, die über weite Strecken sehr verunsichert wirkte. Daran muss gearbeitet werden. Und natürlich werde ihren Weg jetzt auch intensiv weiter verfolgen.
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