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Fußball: Die letzte Instanz

VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 12.07.2007

Irgendwann hieß er nur noch Hajo. Eigentlich völliger Unsinn, denn der Vorname des Sportkameraden Peters lautet Heinz-Josef. Der gebürtige Gocher gehört seit dieser Saison zum Kader des SV Straelen. Obwohl er mit 23 Jahren erst vier Senioren-Spielzeiten hinter sich hat, sortiert ihn SVS-Trainer Hermann Tecklenburg bereits in die Schublade „alter Haudegen“ ein. Haudegen mag stimmen, aber alt?

Kein Zebra mehr: Hajo Peters (23), der jetzt beim SVS spielt.  Foto: RPO
Kein Zebra mehr: Hajo Peters (23), der jetzt beim SVS spielt. Foto: RPO

Peters, der über Viktoria Goch, SV Straelen, KFC Uerdingen und zuletzt MSV Duisburg II nach Straelen kam, fehlt für höhere Aufgaben eine Fähigkeit, die im Fußball fast so wichtig ist wie zwei Beine. „Ich war nie der Schnellste“, weiß Hajo Peters, wo er Förderbedarf besaß. Ein Fall fürs Schulsonderturnen war er dennoch nicht. Denn Peters hat in seiner Zeit beim MSV einige Erfahrungen mit flinken Mitspielern gemacht: „Die waren wahnsinnig schnell unterwegs, hatten aber einen großen Feind. Das war der Ball.“ Peters war immer Realist genug, um seine Chancen auf einen Profivertrag solide einschätzen zu können: „Ich war vier Jahre beim MSV II. In dieser Zeit hat nur einer den Sprung geschafft.“ Die Qualitäten des 1,87 Meter langen und 85 Kilogramm schweren Abräumers sind ein gutes Auge und eine solide Verarbeitung von allem, was hoch in den SVS-Strafraum kommen wird.

Während er in seiner Jugendzeit beim SV Straelen als Nummer zehn hinter den Spitzen aktiv war, wurde der Gocher im Laufe seiner Karriere immer weiter noch hinten beordert. Auf der Innenverteidiger-Position angekommen, besitzt Peters jetzt nur noch einen Passierschein für die eigene Hälfte. Außer wenn’s auf der anderen Seite mal ’ne Ecke oder einen Freistoß gibt.

Peters ist als letzte Instanz vor dem Keeper beim SVS so gut wie gesetzt. Denn leicht kommt an dem Gocher keiner vorbei. „Die Saison wird spannend. Meine Ziele sind viele Spiele machen und unter die ersten Vier kommen“, weiß der 23-Jährige, dass er mit diesem Vorhaben in der Oberliga in bester Gesellschaft ist. Und auch hier ist er Realist.

Quelle: RP

 
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