Die Nerven sind angespannt
VON FRITZ HOLTMANN - zuletzt aktualisiert: 24.10.2008Das Heimspiel des VC Eintracht Geldern gegen den RC Sorpesee (Sonntag, 11 Uhr) ist ein Duell der Sieglosen.
In der Vorsaison sicherte sich der VCE in dieser Begegnung den Klassenerhalt in der Regionalliga.Heimspiel-Serie
Gegen Sorpesee setzt der VC Eintracht seine Heimspiel-Serie fort: Der vierte Auftritt in eigener Halle in Folge findet nach einer kurzen Pause am 8. November gegen Warendorf statt. In der Vorsaison musste Geldern bis zur Rückrunde auf den ersten Heimsieg, damals gegen Aachen, warten.
Die Lage ist angespannt beim Regionalligisten VC Eintracht. Drei Niederlagen in Serie, darunter zuletzt die 0:3-Heimschlappe gegen Aufsteiger SG Langenfeld, setzten Team und Trainer stark zu. Im Nachgang zur Pleite gegen die SG gab es reichlich Gesprächsbedarf. An Training war da nicht zu denken. Ein längerer intensiver Meinungsaustausch war fällig. Hoffentlich war es ein reinigendes Gewitter. Denn am Sonntag um 11 Uhr im Heimspiel gegen Schlusslicht RC Sorpesee steht das ebenfalls noch sieglose VCE-Sextett mächtig unter Zugzwang. Nebenkriegsschauplätze können Mannschaft und Trainer da keinesfalls gebrauchen.
„Die Ausgangsposition ist klar: Dieses Spiel müssen wir unbedingt gewinnen“, stellt VCE-Coach Krystian Scheinert fest und gibt vor: „Wir müssen im Block stark aufspielen und im Angriff konsequent die Bälle auf den Boden bringen.“ Klare Ansagen, die die VCE-Sechs in den vergangenen drei Partien nur selten in die Tat umsetzen konnte. „Dass wir Regionalliga-Niveau besitzen, haben wir einige Male bewiesen, aber diese Saison bisher nie konstant über ein ganzes Spiel“, beschreibt Coach Scheinert das Manko seiner Sechs.
„Wir müssen gegen Sorpesee in jedem Satz und jedem Ballwechsel konzentriert zu Werke gehen. Nachlässigkeiten darf es dieses Mal keine geben“, betont Mannschaftsführerin Sabine Hetjens, die auf eine Fortsetzung von Gelderns Erfolgsserie gegen den RC hofft. „Sorpesees junge Mannschaft liegt uns als Gegner“, begründet sie ihren Optimismus, der zusätzlich von den Aussagen des gegnerischen Trainers gestützt werden dürfte. „Noch ist meine Mannschaft nicht so stabil, dass wir in Geldern auf einen Sieg spekulieren könnten. Die Eintracht ist Favorit“, erklärt Sorpesees Coach Martin Barthel, der vor Saisonbeginn fünf Spielerinnen des Vorjahreskaders verlor und das Team durch Nachwuchskräfte aus Sorpesees Landesliga-Sextett ergänzen musste. Dennoch bekräftigt er vor dem Vier-Punkte-Spiel: „Wenn Geldern uns eine Siegchance gibt, werden wir sie nutzen.“
Die vergangene Regionalliga-Saison schlossen die Gäste mit 14:18 Punkten auf Platz fünf ab. Mit gleicher Punktzahl auf Rang sieben landete das VCE-Sextett, das damals in Sundern 3:1 gewann und sich dann am vorletzten Spieltag mit einem 3:0-Sieg im Rückspiel endgültig den Ligaverbleib sicherte.
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