kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Radsport: Ein Holländer fliegt allen davon

VON MARKUS HAEGERT - zuletzt aktualisiert: 18.07.2009

Mit einem beherzten Ausreißversuch entschied Dany Stam das Hauptrennen bei der "Nacht von Geldern" für sich. Der Tscheche Vladi Riha, der im Trikot der Rheinischen Post fuhr, sicherte sich den Gesamtsieg im Sparkassen-Giro 2009.

Vladi Riha gewann im RP-Trikot auch noch das Einzelzeitfahren.  Foto: RPO
Vladi Riha gewann im RP-Trikot auch noch das Einzelzeitfahren. Foto: RPO

In der fünften Auflage der "Nacht von Geldern" heißt der Sieger erstmals nicht Bruno Risi oder Alexander Aeschbach. Dany Stam gewann bei seinem Geldern-Debüt das Straßen-Radrennen in der Innenstadt dank eines behrzten Ausreißversuches, den er nach 90 Minuten Fahrt sieben Runden vor dem Ende unternahm. Damit machte der 37-Jährige seinem Ruf als "Fliegendem Holländer" alle Ehre.

Den Gesamtsieg in der Wertung zum Sparkassen-Giro 2009 sicherte sich Vladi Riha: Dem Tschechen im Trikot der Rheinischen Post reichte gestern Abend der vierte Platz vor seinem ärgsten Widersacher Leif Lampater aus Stuttgart. Riha gewann damit die Drei-Städte-Tour über den Niederrhein, ohne ein einzelnes Rennen für sich entscheiden zu können.

Info

Die Gesamtwertung

Das Klassement für das Gelbe Trikot und den Sieg im Sparkassen-Giro setzt sich aus mehreren Punktwertungen zusammen. Neben dem Zieleinlauf, der die höchsten Punktzahlen brachte, gab es auch wichtige Zähler für die schnellste Runde und die während des Rennens gefahrenen Sprintprämien.

"Es war ganz schwere Arbeit, ich hatte ganz schön Schmerzen in den Beinen", sagte ein erschöpfter, aber glücklicher Dany Stam im Ziel und bedankte sich artig: "Aber das Publikum hat mich durchgebracht." Bruno Risi blieb dagegen ein Triumph beim letzten Auftritt seiner Karriere in Geldern verwehrt: Der 38-jährige Schweizer versuchte gemeinsam mit Andy Beikirch noch, den Niederländer einzufangen. Es reichte für den Vorjahressieger jedoch nur zum zweiten Platz vor Beikirch.

Sieben Favoriten im Endspurt

Zuvor hatte die Rennjury entschieden, zehn Runden vor dem Ende das Hauptfeld rauszunehmen, im Fachjargon: "abspurten" zu lassen. Sieben Fahrer hatte sich bis dahin eine Runde Vorsprung gegenüber dem Rest der Konkurrenz erarbeitet. Zunächst waren gegen Mitte des Rennens Vladi Riha und Leif Lampater enteilt und hatten sich wieder an den Schwanz des Pelotons geheftet. Später gelang das auch einem fünf Fahrer starken Verfolgerfeld bestehend aus Dany Stam, Andy Beikirch, Bruno Risi, Alexander Aeschbach und Robert Sydlik. Der 20-Jährige vom Team NRW war als Träger des Gelben Trikots nach Geldern gekommen. Der Sieger von Emmerich am Vorabend hatte in der Gesamtwertung einen Punkt Vorsprung vor Vladi Riha. Der wurde jedoch nach dem Rennen am Donnerstag als Führender ausgegeben und auf der Bühne gefeiert. Der Fehler fiel erst einige Zeit später auf. "Wir haben uns einfach verrechnet", entschuldigte Organisator Michael Zurhausen.

Auch im Einzelzeitfahren zum Auftakt des Rennabends wurde Vladi Riha seiner Favoritenrolle gerecht – wie im Vorjahr in Geldern und wie auch am Abend zuvor in Emmerich. Für die 800-Meter-Runde benötigte der Bremer lediglich 58,22 Sekunden. Riha unterbot die bis dahin vorliegende Bestzeit von Ben Sydlik aus dem Team NRW um 15 Hundertstelsekunden. Dritter wurde der Bochumer Florian Schweter in 58,46 Sekunden. "Dabei habe ich in der ersten Kurve etwas versteuert", sagte ein lockerer Sieger im Ziel. "Ich habe mir auch einige Kräfte für das Hauptrennen gespart." Das war letztlich auch bitter nötig.

Der Beginn des Rennens gehörte allerdings einem Lokalmatadoren: Der Gelderner Mirko Brinkmann hatte sich durch seinen Sieg beim Rennen in Borken für die "Nacht von Geldern" empfohlen. Und der 27-Jährige fuhr im Trikot der RSG Straelen gleich den arrivierten Profis davon, sicherte sich nach wenigen Runden die erste Sprintprämie und ließ sich von den Zuschauern gebührend feiern.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Jugendliche seit zwei Tagen auf der Flucht

Nach Attacke am Hauptbahnhof

Jugendliche seit zwei Tagen auf der Flucht

Ein 15-jähriger Tatverdächtiger ist nach der brutalen Attacke auf zwei Frauen am Hauptbahnhof Mönchengladbach am Sonntagmorgen wieder auf fr ... mehr 

Mehr als 20.000 Besucher feierten mit

Unges Pengste 2012

Mehr als 20.000 Besucher feierten mit

Ausnahmezustand in Korschenbroich: Weit mehr als 20.000 Besucher drängten bei bestem Schützen-Wetter bis Sonntagabend, 27. Mai, in die Stad ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
MEHR

Fußball

Die Mischung macht's

Nach dem Abstieg geht der SV Walbeck mit einem breiten Kader in die neue Bezirksliga-Saison, in dem aber auch ein hohes Maß an spielerischem Können steckt. VON Michael Bühs  mehr

 
In der ersten Abteilung des Punktespringens auf L-Niveau sicherte sich Kristin Lamers vom RV von Bredow Keppeln den Sieg. Sie bewältigte auf Laredo den Parcours in 41,27 Sekunden. Die zweite Abteilung gewann ihre Vereinskollegin Melanie Weyhofen auf Pernod.

Reitsport

Fest in Frauen-Hand

Die Amazonen teilten die Goldschleifen beim Sommerturnier des RV Aldekerk untereinander auf. Die zwei Abteilungen des Punktespringens der Klasse L entschieden Keppelner Reiterinnen für sich. VON STEPHAN DERKS  mehr