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Ein Leben für den Volleyball Mirjam Weekers hat in den Niederlanden und in Belgien die Premiumklasse ihrer Sportart kennen geler

VON FRITZ HOLTMANN - zuletzt aktualisiert: 27.03.2010

Anfang der 90er Jahre klingelte irgendwo in Braunschweig ein Telefon und mit deutlich holländischem Akzent fragte die Anruferin: "Brauchen Sie noch einen Stürmer"? Damals wurde nicht geantwortet: Als Spielerberaterin rufen sie doch besser beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Braunschweig an. Dass die junge Holländerin richtig gewählt und man einen dicken Fisch an der Angel hatte, wusste man beim Volleyball-Bundesligisten USC Braunschweig bald.

Mit ihrer Erstliga-Erfahrung und Reichhöhe im Block ist Mirjam Weekers ein starker Trumpf im Team des Landesliga-Meisters TSV Wa/Wa.  Foto: RPO
Mit ihrer Erstliga-Erfahrung und Reichhöhe im Block ist Mirjam Weekers ein starker Trumpf im Team des Landesliga-Meisters TSV Wa/Wa. Foto: RPO

In Hartefeld heimisch geworden

Die "Stürmerin" entpuppte sich laut üblichem deutschen Volleyball-Vokabular als Angreiferin, als Spielerin besonderer Qualität. Ein Gardemaß von 1,92 Metern und dazu Erstliga-Stationen bei Sarto Pelikaan Tilburg und Pollux Oldenzaal in den Niederlanden und Asterix Kieldrecht in Belgien. So einen Neuankömmling nimmt jeder Verein mit Kusshand auf. So wie es 1995 auch der damalige Landesligist VC Eintracht Geldern getan hat, als es Mirjam Weekers mitsamt den Söhnen Sebastiaan und Alexander sowie Ehemann Frank, der Finanzvorstand eines weltweit operierenden Getränkedosenherstellers ist, aus der Nähe Braunschweigs nach Hartefeld verschlug.

Info

Sportliche Stationen

Die 1965 in Enschede geborene Mirjam Weekers verschlug es 1995 nach Geldern. Die Angreiferin fand im Gelderland eine neue Volleyball-Heimat. Mit dem VCE Geldern gewann sie dreimal in Folge den Volleyball-Kreispokal. 2008 folgte der Wechsel nach Wachtendonk. Mit dem verein schaffte sie jetzt den Aufstieg in die Verbandsliga.

Auch in der Gelderländer Volleyball-Szene ist Mirjam Weekers längst zu Hause. "Erst beim VC Eintracht und jetzt in der Mannschaft vom TSV Wachtendonk/Wankum habe ich viele neue Freundinnen gefunden. Es war genau richtig, dass ich nach der Geburt meiner Söhne wieder begonnen habe zu spielen. Und jetzt steigen wir Oldies mit einer Trainingseinheit pro Woche Woche, aber viel Erfahrung, noch in die Verbandsliga auf. Einfach unglaublich", sagt sie und staunt noch über den Titelgewinn in der Landesliga.

Angesichts des Triumphs mit der TSV-Sechs lässt sie aber nicht unerwähnt, dass der Abschied der heutigen Wachtendonker Meistermannschaft vom VCE nicht im besten Einvernehmen ablief. Sie sagt: "Es war ein Fehler der Verantwortlichen beim VCE, die damals von uns angedachte Spielgemeinschaft mit dem TSV abzulehnen. Man befürchtete, wir Oldies könnten dem jüngeren Eintracht-Team in der Landeliga gefährlich werden. So hat der VCE viele erfahrene Spielerinnen und mit Claudia Aenstoots eine gute Trainerin verloren."

Als Turnerin begonnen

Es ist ein nicht so schöner Teilabschnitt ihrer Volleyball-Laufbahn. "Zuerst habe ich geturnt. Mit 1,92 Metern war ich dann zu lang. Als 13-Jährige habe ich begonnen, Volleyball zu spielen", erläutert die heute 45-Jährige. Vater Gerrit Gleis war Volleyball-Trainer bei Sparta Wilhemina Enschede, Mutter Ina Erstliga-Spielerin. "Meine jüngere Schwester Kirsten und ich waren immer mit in der Halle", blickt sie auf ihre Jugendzeit zurück. "Kreisauswahl Twenthe" steht bei ihr im Lebenslauf. Erste Liga, Nationalmannschaft und Olympische Spiele in Barcelona im Lebenslauf ihrer Schwester. "Meine Eltern waren in Barcelona dabei. Ich nicht. Die Geburt meines ersten Sohnes stand dem im Wege", erklärt Weekers, die sich, wie sie betont, mit ihrer Familie in Hartefeld sehr wohl fühlt.

Quelle: RP

 
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