Handball: Ein Treffer für die Ewigkeit
VON REINHARD PÖSEL - zuletzt aktualisiert: 28.01.2008In der Handball-Oberliga der Herren revanchierte sich der TV Aldekerk für die hohe Niederlage aus dem Hinspiel. Die Heesen-Truppe besiegte mit phasenweise wunderschönen Ballläufen die HSG Düsseldorf II mit 33:28 (13:13).
Die schwülwarme Luft in der zu gut beheizten Düsseldorfer Gymnasium-Sporthalle an der Rückertstraße ließ bei den Handballern des TV Aldekerk und der HSG Düsseldorf II den Schweiß fließen. Die tiefdunklen Einfärbungen auf dem blauen Trikot von HSG-Spielertrainer Benny Daser, der nahezu 60 Minuten lang auf der Platte gestanden und seine mit Nachwuchsspielern durchsetzte Mannschaft geführt hatte, vermittelten ein gutes Bild von der zuvor geleisteten Arbeit auf der Platte. „Gebracht hat es uns aber nichts“, meinte Daser, als er das mit 28:33-Toren verloren gegangene Spiel kommentierte. Seine Mannschaft habe in den entscheidenden Situationen den Kopf verloren, habe mit abnehmender Kraft auch an Konzentration eingebüßt. „Aldekerk verfügte gegen Ende über die Power, die uns fehlte“, sagte Daser und vertraute weiter der Saugfähigkeit seines bereits klatsch-nassen Hemdes und wischte sich damit weitere Schweißperlen aus dem Gesicht.
Team und Tore
So spielte und traf der TV Aldekerk bei der HSG Düsseldorf II: Nagel, van Hall – Wallrath (6), Wittwer, Culm (2), Kleinelützum (14/1), Wiedemann (5/1), Adams, Pietralla (5), Sobiech (1), J. Möcking (n.e.) Nächstes Spiel: Pokal gegen Neusser HV, 2. Februar, Vogteihalle
Zu Beginn des Spiels hatte der TV Aldekerk an die überzeugende Leistung aus dem Spiel gegen die SG Solingen II anknüpfen können. Die Aldekerker 3:2:1-Abwehr mit einem auf der Spitze verteidigenden Torsten Adams machte einen prima Job. Im Angriff führte gegen die 6:0 verteidigende Düsseldorfer Formation Lars Wittwer umsichtig Regie, aus der sich herrliche Ball-Läufe entwickelten. Mit variablen Abschlüssen durch Tobias Culm und Stefan Pietralla, die sich von ihren angestammten Außenpositionen zur Mitte bewegten und kraftvoll und zielsicher einnetzten. Nach 15 Minuten lag der ATV mit 11:6 vorne, was den Düsseldorfer Coach veranlasste, sich in der Deckung persönlich des Aldekerker Regisseurs anzunehmen. Mit Erfolg. Die Aldekerker hatten fortan größere Mühe, ihr Aufbauspiel auf die geänderte Deckung der HSG, hinter der sich Torwart Benny Karmaat einige Male auszeichnete, abzustimmen. Die Führung des ATV zerbröselte. Erfolgreich abgeschlossene Einzelaktionen von Mats Wiedemann sicherten dem ATV bis zur Pause zumindest noch ein 13:13-Unentschieden.
„Noch ist überhaupt nichts verloren“, stellte ATV-Coach Heesen seine Spieler auf den zweiten Durchgang neu ein. Er forderte jedoch ein noch beherzteres Zupacken in der Deckung, das ihm phasenweise gefehlt hatte. Des Trainers Worte trugen Früchte. Im Aldekerker Spiel, aufgebaut auf eine jetzt noch bessere Abwehr und unkonzentrierter abschließende Düsseldorfer lag der ATV ab Minute 40 in Führung. Auffallend dabei einige überlegt verwandelte Würfe vom Kreis durch Nils Wallrath, dem sichere Anspiele vorausgingen. Zudem fanden die Kracher von Aldekerks Shooter Christoph Kleinelützum ihr Ziel. Wichtige Tore, die den Vorsprung der Aldekerker ausbauten. Dazu ein traumhaft schönes Kempa-Anspiel aus einem Eckball heraus von Pietralla auf Culm. Die HSG II war geschlagen, auch die offene Manndeckung konnte an der 28:33-Niederlage nichts mehr ändern.
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