Fußball-Bezirksliga: Frühe und späte Tore im Derby
VON KLAUS SCHOPMANS - zuletzt aktualisiert: 13.10.2008Der Kevelaerer SV setzt sich mit 3:0 gegen den Nachbarn aus Winnekendonk durch. Die Viktoria ist spätestens jetzt mitten drin im Abstiegskampf der Bezirksliga.
Bereits nach sieben Minuten hatte sich der Weg für Jan Stassen – sonst mehr im Defensivbereich beschäftigt – in den Winnekendonker Strafraum gelohnt. Mit dem Kopf markierte er die frühe Führung für die Heimelf. Es sollte schon fast der einzige Höhepunkt in der ersten Hälfte bleiben, die der KSV zwar weitgehend beherrschte, aber selbst zu wenig aus der optischen Überlegenheit machte.
Zu viele individuelle Fehler prägten diese Partie. Die Bemühungen der Winnekendonker, die frühe Führung zu egalisieren, blieben oft schon im Kern stecken. Selbst eine Einladung der Kevelaerer nach einer guten halben Stunde wurde von den Gästen nicht angenommen. Da befand sich die KSV-Abwehr mal kurz im Tiefschlaf, ließ den Ball ungehindert zu Daniel Lamers.
Wechselspiele
Mit drei neuen Spielern versuchte Trainer Christoph Gesthüsen nach der Pause das Blatt noch zu wenden – ohne Erfolg. „Es war das erste Mal, dass ich drei neue Spieler direkt zur zweiten Hälfte gebracht habe“, meinte Gesthüsen. Mehr Glück hatte sein Gegenüber Hans-Gerd Brouwers, der nur Marco Timm (71.) einwechselte, hatte mehr Erfolg. Marco Timm traf zum 2:0 und bereitete den dritten Kevelaerer Treffer vor.
Der schien selbst völlig überrascht zu sein, so freistehend vor KSV-Schlussmann Timm Otterpohl zu stehen, dass er den Ball am Tor vorbeizog. Ein Ausgleich zu diesem Zeitpunkt wäre wohl etwas überraschend, denn vor dem Tor war doch die Heimelf gefährlicher. So hatte Timo Verhoeven das 2:0 auf dem fuß und kurz vor der Pause schoss Christian Roeloffs einen Heber knapp über das Gästetor.
„Endlich mal ein paar Emotionen hier“, meinte ein Kevelaerer Zuschauen kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs. Da hatte der Schiedrichter innerhalb von fünf Minuten den dritten gelben Karton verteilt, und die Gäste versuchten nun, mehr Druck aufzubauen. Die Kevelaerer zogen sich dann zwar etwas weit in die Defensive zurück, doch daraus konnte die Viktoria kein Kapital schlagen.
Die wenigen Möglichkeiten, die sich dann auf beiden Seiten noch ergaben, wurde nicht genutzt. Erst in der Schlussphase machten die Kevelaerer den Sack zu. Zunächst ließ noch Christian Roeloffs nach schöner Vorarbeit von Marco Timm noch eine dicke Chance aus, direkt im Anschluss war es dann Timm selbst, der für das 2:0 sorgte. Martin Schulz leistete die Vorarbeit.
In der Schlussminute war dann wieder Marco Timm der Vorbereiter zum dritten Kevelaerer Tor, diesmal ließ sich Christian Roeloffs die Chance nicht entgehen. Das war am Ende ein verdienter, wenn auch nicht überzeugender Sieg für die Marienstädter. „Die erste Hälfte war in Ordnung. Nach dem Wechsel konnten wir froh sein, dass die Winnekendonker nicht gefährlicher nach vorne spielten“, urteilte KSV-Coach Hans-Gerd Brouwers. „Wir sind jetzt neben den Uedemern der zweite Absteiger“, kommentierte Christoph Gesthüsen resigniert das Spiel.
Kevelaerer SV: Otterpohl - Stassen, Verhoeven (71. Timm), Hellen, Richter, van Meegern, A. Brouwers, M. Brouwers, Chr. Roeloffs, Schaap, Schulz.
Viktoria Winnekendonk: Elbers - Kösters, Quinders, Völlings, Horsten (46. Bienemann), Lamers, Wrobel (46. Eichhof), Dahlmann (Berretz), Elbers, Brus, Zalewski.
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