Tischtennis: Gelderner Premiere
VON HANS-DIETER COOLS - zuletzt aktualisiert: 14.11.2008Zum ersten Mal kommt es in der Tischtennis-Oberliga zum Stadt-Duell zwischen dem TTC BW Veert und dem SV Walbeck. Es ist zugleich das Treffen der Generationen.
Ausgangslage
Beim TTC BW Veert ist Claudia Wilms ist die einzige Einzelspielerin, die bislang eine positive Ergebnisbilanz vorweisen kann (10:7). In den Doppeln haben die Blau-Weißen 6:8 Siege auf dem Konto. In Walbecker Reihen hat Franziska Holla im oberen Paarkreuz eine starke Bilanz von 11:4 Siegen, auch Fabienne Vogel steht mit 8:7 positiv da. Von 14 Doppeln konnte der SVW fünf gewinnen.
Als ein sehr interessantes Lokalderby steht morgen um 18.30 Uhr die erste Oberliga-Begegnung zweier Damenteams im Tischtennis aus dem Stadtbereich Geldern auf dem Programm. Es ist auch ein Aufeinandertreffen zweier Generationen. Während die Gastgeberinnen ein Durchschnittsalter von etwa 40 Jahren aufweisen, stehen die jungen Walbeckerinnen mit durchschnittlich etwa 15 Jahren an der Platte.
„Was den Altersunterschied angeht, treffen zwei verschiedene Welten aufeinander. Vor einigen Jahren spielten unsere Kinder in der Schülerklasse noch gegen die Walbecker Mädchen. Es ist schon erstaunlich, welche Entwicklung die Walbeckerinnen in ihrer noch jungen Karriere genommen haben“, so Annegret Jockweg, Mannschaftsführerin des TTC BW Geldern-Veert. So sieht Jockweg ihre Vier trotz der wesentlich größeren Erfahrung keineswegs auf dem Favoritenthron. In den Spielen der oberen Hälfte sieht sie aufgrund der Einzelbilanzen leichte Vorteile für Walbeck, während sie in der unteren Hälfte die besseren Chancen für ihr Team ausmacht. So ist es nicht verwunderlich, wenn Jockweg sagt: „Es wird knapp werden, und vieles spricht für ein Unentschieden.“
„Haben Respekt, aber keine Angst“
Optimistischer äußert sich da schon Walbecks Betreuer Heinz Leuken: „Die Höhe des Veerter Sieges in Waldniel war schon beeindruckend. Wir haben zwar Respekt vor Veert, aber keine Angst. Wir hoffen, dort punkten zu können. Wenn wir die Leistung von Kleve wiederholen können, dann muss man uns erst mal schlagen.“ Dass die Leistung der Walbecker Mädchen zurzeit stimmt, bestätigte am Samstag auch Sabine Böttcher vom Gegner WRW Kleve II: „Ich habe gesehen, ihr seid in der Klasse angekommen.“
Erfahrung gegen Jugend, das bedeutet gleichzeitig auch zwei verschiedene Auffassungen übers Tischtennis. Während die älteren Spielerinnen ihr Spiel meist mehr taktisch ausrichten, bevorzugen die „jungen Hüpfer“ mehr das schnelle Angriffsspiel. So dürfen sich die Zuschauer auf eine sehr interessante und spannende Auseinandersetzung freuen.
Die bisher erzielten Einzelbilanzen der Spielerinnen beider Mannschaften haben nur wenig Aussagekraft, denn gerade in einem Lokalderby spielen solche Statistiken nur eine untergeordnete Rolle. Eines dürfte aber feststehen: In der Anne-Frank-Turnhalle in Geldern dürfte für Spannung gesorgt sein. Und man darf gespannt sein, wie die Gelderner Premiere ausgeht.
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