Fußball: Hermann Tecklenburg (Trainer SV Straelen)Das Grauen ist wieder da
VON DANIEL GONZALES UND PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 09.08.2007Fußball-Oberliga: Verdient unterlag der SV Straelen gestern Abend beim VfB Homberg mit 0:2. Vor allem die ziemlich wackelige Hintermannschaft des SVS erinnert stark an übelste Auftritte in der Vorsaison.
Es scheint so, als ob der SV Straelen die bescheidene Form der Rückrunde in der vergangenen Saison in die neue Spielzeit hinüber rettet. Denn gestern Abend erstolperten sich der SVS beim VfB Homberg eine 0:2-Niederlage, die völlig in Ordnung ging. Das einzig Positive: Viel schlechter geht es kaum.
Schon in der ersten Hälfte bettelte die neu formierte Hintermannschaft des SV Straelen phasenweise im Minutentakt um einen Gegentreffer. Mit viel wohlwollen könnte man in einigen Szenen dem seifigen Untergrund die Schuld für das halbe Dutzend Möglichkeiten des VfB Homberg zuschieben. So wie bei Marian Gbur, dessen Ausrutscher Hombergs Ümit Celik nicht nutzt (8.). Oder bei Sebastian Clarke, der in der 30. Minute am eigenen 16er wegrutscht und Hombergs Stürmer Stephan Schneider die größte Möglichkeit in Halbzeit 1 ermöglicht. Marian Gbur im Kasten des SVS pariert allerdings stark.
Teams und Tore
Wechsel SV Straelen: 59. Schwarz (4) für Levering, 70. Janz (-) für Urban, 78. Ziberi (-) für Atulahi.
VfB Homberg: Kossenjans – Steinke, Giorri (73. Aps), Edu, Celik, Wranik (46. Neue), Dovengerds, Hinz, Doric (89. Peters), Aydogmus, Schneider.
Tore: 1:0 Neue (51.), 2:0 Hinz (85.)
Zuschauer: 850
Schiri: Mark Borsch (M’gladb., 3)
Objektiv betrachtet war allerdings die Straelener Hintermannschaft selber Schuld am ziemlich deutlichen Chancenübergewicht für die Hausherren. Jedem sein Bolzen. Unbedrängt produziert Dennis Levering, der im zentralen defensiven Mittelfeld mit Ronny Ernst diesmal etwas tiefer stand als am Sonntag gegen TuRU Düsseldorf, in Minute 24 einen Fehlpass, den Flachschuss von Doric kann Gbur halten. Auch bei der ersten Möglichkeit des Ex-Straeleners Ercan Aydogmus brennt die grün-gelbe Hütte lichterloh, der VfB-Stürmer trifft allerdings die Hereingabe von links nicht voll (29.). Höhepunkt der Bolzenparade beim SVS: Innenverteidiger Hajo Peters zieht bei einem Freistoß einfach mal den Kopf ein, Gbur hält zum Glück blitzartig den Fuß hin (39.). Auch ein Katastrophenabschlag von Gbur bleibt ohne Folgen. Und vorne? Da waren Skito Litimba und Samet Atulahi längst nicht so gefährlich wie am vergangenen Sonntag. Gefährlichste Aktion war noch ein Ball, der von Dennis Levering in der 5. Minute mit dem Hinterkopf aufs Tor gelenkt wurde. In der 51. Minute begann dann der Untergang der Gäste. Mal wieder herrscht Chaos in der SVS-Abwehr, jeder darf mal quer schlagen, der frisch eingewechselte Sascha Neue darf das hoch verdiente 1:0 erzielen. Vier Minuten später knallt erneut Neue das Leder wunderschön aufs Tor – Pfosten. Der SVS vegetiert vor sich hin. In der 59. Minute wird Straelens letzte Hoffnung Mario Schwarz eingewechselt. Die Wende bringt er aber nicht. Genauso wenig Tim Janz. Der fügt sich nahtlos ein. Dessen zweite Aktion: Ein Fehlpass. Atulahi hat in der 77. Minute den Hauch einer Chance, am Ergebnis ändert das nichts. Sebastian Clarke sorgt endgültig für Klarheit: Der holt Doric auf der rechten Abwehrseite von den Beinen, VfB-Kapitän Hinz verwandelt sicher (85.)
Ob ausgerechnet Dattenfeld am Sonntag die Wende bringt? Die drehten gestern Abend im Lokalderby beim Bonner SC einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg...
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