Fußball: Herongen treffsicher
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 28.07.2008Der A-Ligist wusste seine entscheidenden Chancen zu nutzen. Souveräne Erfolge feierten der TSV Wa./Wa. und Winnekendonk, unterschiedliche Meinungen herrschten nach der Partie in Nieukerk.
Nach den Viertelfinalspielen im Voba-Cup steht fest: Der Süden ist nun unter sich. Mit Pfalzdorf und Goch II verabschiedeten sich die beiden letzten Vertreter aus dem Klever Raum.
Viktoria Goch II – Vikt. Winnekendonk 0:4 (0:2). Früh legte die Elf aus Winnekendonk den Grundstein zum Sieg. Nach zehn Minuten traf Daniel Lamers per Foulelfmeter zum 1:0, nur drei Minuten später legte Michael Quinders das 2:0 nach. „Das gab uns Sicherheit“, meinte Trainer Christoph Gesthüsen. Nach dem Seitenwechsel „haben wir bei den Temperaturen Kräfte geschont.“ Da spielte es seiner Elf in die Karten, dass Gochs Torwart Daniel Ernst nach einem Foul mit Rot vom Platz musste (46.) – den Strafstoß verwandelte erneut Lamers. „Danach waren wir besser im Spiel“, sagte Gochs Trainer Guido Sonntag, der den Platzverweis „sehr hart“ fand. Überrascht war er, dass sein Team „die Kraft hatte, weiter nach vorne zu spielen.“ Ein Treffer gelang aber nur noch Daniel Bienemann zum 4:0 für die Gäste.
Mittwoch Semifinale
Im Halbfinale des Voba-Supercups 2008 treffen aufeinander:
SV Issum – Viktoria W’donk SV Herongen – TSV Wa./Wa.
Ausgetragen werden die Spiele am Mittwoch, 30. Juli, 19.30 Uhr. Die Endrunde mit Spiel um Platz 3 und Finale findet am Sonntag, 3. August, ab 15 Uhr statt.
Alem. Pfalzdorf – TSV Wa./Wa. 1:7 (0:6). Etwas schleppend kam die Mannschaft des TSV ins Spiel. „Wir konnten zunächst nicht so viel Druck aufbauen“, sagte Gäste-Coach Wilfried Steeger. Doch mit der Führung durch Kai Rietz (18.) lief es für seine Elf, die bis zur Pause auf 6:0 davonzog – durch ein Eigentor von Pfalzdorfs André Seiffert (23.) sowie die Treffer von Akram Khader (27., 35.) und Sascha Sedlacek (30., 40.). Nach dem Seitenwechsel „sind wir einen Schritt zurückgegangen“, erklärte der TSV-Coach, doch es reichte immer noch zum 7:0 durch Rietz (55.). Der Ehrentreffer der Alemannia war ein Eigentor von Pantelis Kasiotis (65.). Alemannia-Kapitän Thomas Erkens: „Die erste Viertelstunde war in Ordnung, aber nach dem schnellen 0:2 war das Spiel gelaufen.“
SV Herongen – SV Veert 2:1 (1:1). Als durchaus „glücklich“ sah Hermann Janssen den Sieg gegen Veert. „Wir sind zwar sehr gut ins Spiel gekommen“, sagte Herongens Co-Trainer. Doch trotz des 1:0 durch Sven Maaßen (2.) „haben wir es nach zehn Minuten schleifen lassen, und Veert war bis zur Pause deutlich stärker.“ So gelang den Gästen der verdiente Ausgleich durch Lukas Verfürden (16.). „Wir haben weitestgehend das Spiel gemacht“, meinte Veerts Co-Trainer Sven Tissen, „haben Ball und Gegner gut laufen lassen.“ Einziges Manko bei den Gästen sei die Chancenauswertung im zweiten Durchgang gewesen. Da zeigte sich Herongen sicherer – Frank Koenen traf nach einer Stunde zum 2:1.
TSV Nieukerk – SV Issum 1:2 (1:1). Das Spiel selbst ist schnell erzählt. Nach zehn Minuten traf Sebastian Huylmans zum 1:0 für den TSV, Elmar Padilla glich drei Minuten vor der Pause aus. Issums Stürmer gelang in der 55. Minute auch der 2:1-Siegtreffer. Soweit die Fakten zur Partie – deren Verlauf aber hatten beiden Seiten sehr unterschiedlich gesehen. „Nieukerk hat in der ersten Halbzeit aus einfachen Möglichkeiten viel gemacht“, sagte Gäste-Trainer Bernd Flaswinkel. „Wir haben zwischen der 53. und 67. Minuten viel Dampf gemacht und hatten zehn Hochkaräter. Die hätten wir machen und so höher gewinnen müssen.“ Dem konnte sich TSV-Obmann Wilfried Stulier nicht anschließen: „Wir hatten nach dem 1:0 drei große Chancen, Issum in der ersten Hälfte bis auf das 1:1 keine. Nach der Pause war’s ein offenes Spiel.“ Letztlich sei Issum „abgezockter“ gewesen, „das Spiel hätte auch 4:4 ausgehen können.“
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