Fußball: Herongen unter Zugzwang
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 18.04.2008Sollte die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Keysers gegen Donsbrüggen nicht gewinnen, wäre dies schon das Beinahe-Aus im Aufstiegsrennen. Der TSV Nieukerk bestreitet indes ein Sechs-Punkte-Spiel gegen den Abstieg.
Es droht eine schwarze Saison für den Süden der Kreisliga A zu werden. Zwei Mannschaften steuern direkt auf die B-Liga zu, und mit dem SV Herongen scheint sich der letzte Gelderland-Anwärter aus dem Aufstiegsrennen zu verabschieden.
SV Herongen – SV Donsbrüggen: Fünfmal in Folge hielt die Defensive die Null bei Herongen, nun aber herrscht auch im Angriff totale Flaute. „Unsere Stürmer treffen derzeit nicht, das ist sehr dürftig“, sagt Trainer Karl-Heinz Keysers. Ein Punkt aus den beiden letzten Spielen ist zu wenig für den Bezirksliga-Anwärter. Doch Keysers bleibt zuversichtlich: „Irgendwann kommt ein Spiel, da machen sie wieder drei, vier Tore.“ Vielleicht könne es schon gegen Donsbrüggen so weit sein. „Eine spielstarke Truppe, die sich durch die Neuzugänge noch verstärkt hat“, weiß Keysers. „Das wird sehr schwierig.“ Doch den Aufstieg hat er noch längst nicht abgeschrieben: „Wir geben nicht auf, wollen weiter mitmischen.“
SV Veert – Uedemer SV: Die Elf von Klaus Gastens hat einen Lauf, ging mit sechs Punkten und 8:1-Toren aus den beiden jüngsten Partien. „Jetzt können wir ganz entspannt ins Spiel gegen Uedem gehen“, meint Veerts Trainer. Zurücklehnen könne sich seine Mannschaft zwar nicht, doch der Tabellenzweite „muss kommen“, weiß Gastens, der mit schnellen Gegenstößen antworten will. Druck verspürt er nicht, auch weil der Abstand zu den Abstiegsplätzen mittlerweile recht komfortabel ist. Für das Uedem-Spiel gelte: „Alles, was wir da holen, ist Zugabe.“
BV DJK Kellen – TSV Weeze: Bereits im Hinspiel demonstrierte Kellen seine Qualitäten bei der Chancenauswertung. Davor warnt Andreas Holla: „Wir haben die DJK unter Druck gesetzt, aber die Tore nicht gemacht.“ Dann fing sich die Elf des TSV-Spielertrainers einen Konter ein. Diesmal erwartet Holla, dass „die komplette Mannschaft hellwach ist, denn es wird ein schweres Spiel“. Ziel in den verbleibenden Partien sei es, so gut wie möglich abzuschneiden. „Wir werden alles geben.“
SV Straelen III – Siegf. Materborn II (13.15 Uhr): Auch wenn es nicht auf das Ergebnis zutraf, die Leistung der Straelener im Nachholspiel gegen Goch II stimmt. „Darauf müssen wir aufbauen“, erwartet Trainer Rainer Statetzny für die Partie gegen Materborn II, „aber mit besserem Ausgang.“ Denn mit einem Remis – oder sogar einer Niederlage – könnte sich der SVS-Coach gegen das Schlusslicht nicht abfinden. „Da will ich gewinnen, und das weiß die Mannschaft auch.“
SV Sevelen – Viktoria Goch II: Der Sieg am Mittwochabend gegen Herongen soll nur den Anfang gewesen sein für Sevelen, „gegen Goch müssen wir jetzt nachlegen“, fordert Spielertrainer Gunnar Gierschner, der nach langer Verletzungspause seit kurzem wieder mitwirken kann. Legt seine Elf erneut eine Einstellung wie im Nachholspiel an den Tag, „bin ich überzeugt, dass wir es schaffen“, sagt Gierschner. Vor den Gästen hat er trotz deren Sieg in Straelen keine Angst. „Ich denke, das muss man relativieren. Wir können selbst erhobenen Hauptes ins Spiel gehen.“
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