Fußball: Holla bläst zum Angriff
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 30.07.2008Nach dem Aufstieg aus der Kreisliga B schloss der TSV Weeze eine starke Saison auf dem vierten Platz ab. Nun plant Trainer Andreas Holla den nächsten Schritt in der Entwicklung seiner Mannschaft: den Sprung in die Bezirksliga.
Nur selten sprechen Trainer klar über den Aufstieg als Saisonziel. Nicht so Andreas Holla: Er will mit dem TSV Weeze im zweiten Jahr die Kreisliga A verlassen – in Richtung Bezirksliga.
Der Trainer: In der Kaderliste des TSV Weeze taucht wieder der Name von Andreas Holla auf. Doch in der neuen Saison will sich der 45-Jährige mit Einsätzen als Spielertrainer zurückhalten. „Für Notfälle würde ich zur Verfügung stehen“, sagt Holla. Zwar „kribbelt es immer noch“, und der Anreiz sei auch da. Aber er merke, dass „andere Spieler besser und schneller sind. Irgendwann geht es nicht mehr.“
Das Team: Mit Karsten Neugebauer (Co-Trainer der Weezer A-Jugend) gibt es beim TSV nur einen Abgang. „Das zeigt, dass die Mannschaft intakt ist“, meint Holla. Gleichzeitig sollen die Neuzugänge, die neben Rückkehrer Marcel Heeks vor allem A-Jugendliche umfassen, „den Kader breiter machen“, erklärt Holla. „Es bleibt abzuwarten, ob sie von Beginn an zur Stammformation gehören.“ Aber es sei positiv, da sie auf die etablierten Spieler „Druck ausüben“, findet der TSV-Coach, der Stürmer Alexander Cox als hoffnungsvolles Beispiel nennt.
Der Kader
Tor
Marcel Heeks 1987 Ingo Tenner 1975
Abwehr
Philipp Cox 1987 Gereon Erretkamps 1985 Stefan Ettwig 1983 Terence Hetzel 1987 Patrick Kluck 1989 Jan Kujawa 1985 Daniel Mülders 1987 Christoph Tönnißen 1987
Mittelfeld
Benedikt Bauer 1989 Christian Brauers 1977 Stefan Brauers 1984 Stephan Gorthmanns 1988 Andreas Holla 1963 Daniel Triebe 1986 Michael Wendlandt 1982
Angriff
Alexander Cox 1989 Martin van Hall 1984 Sascha Hoffmann 1987 Vladimir Schuralow 1988
Zugänge: Marcel Heeks (SV Hö./Nie.), Gereon Erretkamps, Daniel Triebe (beide 2. Mannschaft), Benedikt Bauer, Alexander Cox, Patrick Kluck (alle eigene A-Jugend)
Abgänge: Karsten Neugebauer (Co-Trainer eigene A-Jugend)
Die Stärken: Im Verlauf der vergangenen drei Jahre, die Holla bereits in Weeze arbeitet, hat die Mannschaft das System des Trainers verinnerlicht. Mehr noch: „Ich kann innerhalb einer Halbzeit umstellen und jeder Spieler weiß sofort, was er zu tun“, sagt Holla. Ob 4-4-2, 4-3-3 oder 4-2-1-3 – der TSV kann alles spielen. „Das ist sicherlich ein gutes Plus“, glaubt Holla. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Mannschaft, die bislang jede Trainingseinheit in der Vorbereitung nahezu komplett absolviert hat, eingespielt ist. „Auch in der Jugend wird bereits wie bei den Senioren trainiert“, erklärt Holla.
Die Schwächen: In der vergangenen Saison wurde die TSV-Elf oft für ihre spieltechnische Stärke gelobt. „Das höre ich natürlich gerne“, verrät Holla, „dennoch müssen wir im technischen Bereich noch einiges tun“, sagt Holla. Das soll nicht heißen, dass seine Mannschaft schwächer geworden sei. Holla: „Fehlerfrei ist man nie, aber man muss sich verbessern. Darauf legen wir großen Wert.“ Und natürlich wird an der Kondition weiter gearbeitet.
Das Ziel: Um einen Platz will sich Andreas Holla verbessern – „denn dann wären wir aufgestiegen“. Nur oben mitspielen, wie es viele andere Trainer von Aufstiegsfavoriten sagen, ist ihm zu wenig. „Das macht doch keinen Sinn. Wir haben eine sehr gute letzte Saison gespielt. Weshalb sollte ich jetzt sagen, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen wollen?“, argumentiert Holla. „Ich will die Mannschaft verbessern.“ Und aufsteigen.
Die Favoriten: Der Sprung in die Bezirksliga wird aber kein leichtes Unterfangen. Den SV Straelen III, SV Sevelen, SV Herongen und die SGE Bedburg-Hau hat Holla auf dem Zettel, „und ich glaube, dass die alle mächtig Gas geben werden“. Der TSV-Coach erwartet einen engeren Aufstiegskampf als im vergangenen Jahr. Holla: „Es wird nie wieder so einfach sein, aus der A-Liga aufzusteigen, wie in der letzten Saison.“
RP-Prognose
Bleibt der TSV Weeze vom Verletzungspech der Vorsaison verschont, ist einer der drei Aufstiegsplätze drin. Die Mannschaft ist eingespielt und gefestigt, die Spieler aus der Jugend und 2. Mannschaft sorgen für einen gesunden Konkurrenzkampf, von dem alle profitieren dürften.
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