Fußball: Holt spricht Klartext
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 11.10.2008Vor dem Derby gegen den SV Herongen fordert der Co-Trainer von Aufsteiger Grün-Weiß Vernum eine deutliche Leistungssteigerung seiner Mannschaft.
Weiterhin ist der Süden der Kreisliga A sehr gut in der oberen Tabellenhälfte vertreten. Nur ein Team findet sich nahe den Abstiegsrängen.
Grün-Weiß Vernum – SV Herongen: Am Montag fand Norbert Holt sehr deutliche Worte zum jüngsten 1:2 gegen Pfalzdorf. „Die Jungs müssen sich mehr bemühen gegen stärkere Gegner“, fordert der Vernumer Co-Trainer. „Mehr gegenhalten und konsequent spielen bis zur letzten Minute“ erwartet Holt. Zumal der konditionelle Vorteil, den die Grün-Weißen in der B-Liga noch hatten, nicht mehr gegeben ist. Dies alles gelte es, nun zu berücksichtigen und umzusetzen gegen Herongen, das für Holt auch zu den Topteams der Liga zählt. Daher muss „eine Leistungssteigerung her. Nach zwei schlechten Spielen müssen wir jetzt wieder mal ein gutes zeigen“, erklärt Holt.
Diebels-Offensivpokal
Am vergangenen Sonntag hat der zweite Wertungszeitraum im Diebels-Offensivpokal begonnen. Auch wenn der Zwischenstand noch wenig Aussagekraft besitzt, ein Blick darauf lohnt trotzdem. In der Kreisliga A hat die Spitze folgendes Bild: SV Hö./Nie. II (7:1 Tore), SV Donsbrüggen (3:2), SGE Bedburg-Hau und SV Sevelen (beide 2:0). In der Kreisliga B führen GSV Geldern und Union Kervenheim mit jeweils 6:1-Toren. Dahinter folgen TSV Wa./Wa. II, SV Rindern und DJK Mehr/Niel mit 4:1-Toren.
Ein solches erhofft sich auch Karl-Heinz Keysers von seiner Elf. Bis auf Paul kann Herongens Trainer wohl aus dem Vollen schöpfen und will entsprechend „drei Punkte in Vernum holen“. Doch Keysers warnt davor, die Gastgeber zu unterschätzen – auch wenn deren Trainer Udo Brinkmann zuletzt vom „Beginn des Abstiegskampfes“ sprach. „Das ist übertrieben“, meint Keysers, „aber damit will er sicherlich seine Spieler motivieren.“ Denn der Gäste-Trainer hat Vernum als eine „eingespielte, dynamische, lauf- und spielstarke Truppe“ erlebt. „Sie sind aber auch in der Defensive anfällig, und da müssen wir in die Nahtstellen spielen“, so Keysers. Denn es gilt, mit einem Sieg oben dranzubleiben.
SV Donsbrüggen – SV Straelen III (heute, 16.30 Uhr): Bei den zurückliegenden Auftritten in Donsbrüggen „haben wir immer schlecht ausgesehen“, sagt René Gärtner. Der Trainer von Straelen III kennt den SVD als „unangenehmen Gegner – das heißt aber nicht, dass wir die Hosen voll haben“. Vorsicht sei zwar geboten, „aber wir haben selbst gute Leute in unseren Reihen, die derzeit gut drauf sind“. Daher ist Gärtner durchaus guter Dinge, dass seine Mannschaft nun drei Punkte wird einfahren und die Negativserie in Donsbrüggen korrigieren können.
SV Sevelen – Viktoria Goch II: Weitere Infos über den nächsten Gegner will sich Gunnar Gierschner nicht holen. „Wir sind so gut drauf, da ist das nicht nötig“, meint Sevelens Trainer. Er hat zwar registriert, dass Weezes Andreas Holla die Gocher Reserve in der Vorwoche als spielstark bezeichnet hat, aber „wir spielen unseren Stiefel und wollen unsere weiße Weste zu Hause behalten“. Die Ausfälle von Helmes und Michael Rörthmans schmerzen, mehr Gedanken macht sich Gierschner über die aktuelle Tabellensituation: „Wir sind jetzt die Gejagten. Damit müssen wir erst mal umgehen.“ Doch Sevelens Trainer ist überzeugt: „Das werden wir schaffen.“
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