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Handball: Keine Zeit zum Wundenlecken

VON REINHARD PÖSEL - zuletzt aktualisiert: 26.11.2011

Handball (RP). Auf den TV Aldekerk wartet nach zwei Heimniederlagen in Folge gegen Spitzenteams aus der Oberliga eine weitere Herausforderung. Die Reise geht zur SG Langenfeld, wo heute Abend um 18.30 Uhr der Anwurf erfolgt.

Der Aldekerker Tobias Culm (r.) scheint mit seinen Augen Andreas van Leuck im Tor des Neusser HV hypnotisieren zu wollen.  Foto:  Hans-Ulrich Kress
Der Aldekerker Tobias Culm (r.) scheint mit seinen Augen Andreas van Leuck im Tor des Neusser HV hypnotisieren zu wollen. Foto: Hans-Ulrich Kress

Die erste Nachricht gilt der Kopfverletzung von Thomas Plhak, die der Aldekerker bei einem Abwehrversuch Mitte der zweiten Halbzeit im Spiel gegen Adler Königshof davongetragen hatte. Nach einer längeren Behandlung durch Aldekerks Physiotherapeuten Carsten Leicher wollte Plhak zunächst weiter spielen, signalisierte dann aber, dass er kaum noch etwas sehe. Nachdem er ins Krankenhaus gebracht worden war, wo er über die Akutbehandlung hinaus verblieb, wurde eine schwere Gehirnerschütterung diagnostiziert.

Nicht nur angesichts dieser Verletzung werden es die Aldekerker Spieler schwer haben, heute Abend in der Begegnung bei dem spielstarken Aufsteiger SG Langenfeld wieder in die Spur zu kommen. Nach der Niederlage gegen den Neusser HV bedeutete das Spiel gegen den Kreisrivalen Adler Königshof für die Mannschaft von Trainer Burkhard Heesen die zweite Heimniederlage in unmittelbarer Folge. "Wir liegen damit zunächst einmal fünf Punkte hinter der Spitze und brauchen uns vorerst nicht mehr damit zu beschäftigen", sagte Heesen, der nach dem Hauptgrund für die Niederlage gegen die Krefelder nicht lange suchen musste. Seine Mannschaft, die sich viele Tormöglichkeiten erarbeitet und in der Abwehr gegen den gegnerischen Rückraum auch recht gut verteidigt habe, sei in den entscheidenden Situationen mit dem Druck nicht fertig geworden. "Auch deshalb konnte Königshof insbesondere in der Schlussphase nach drei Toren Rückstand noch einmal aufkommen", sagte Heesen, der kritisierte, dass es seine Spieler entgegen der vorher getroffenen Absprache bei ihren Torabschlüssen immer wieder flach versucht hätten, obwohl Königshofs Keeper Malte Jäger gerade dort besondere Qualitäten bewies.

Fakt ist, dass sich die Aldekerker bei jetzt vier Niederlagen nach zehn Spielen erst einmal konsolidieren müssen, um zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht dann doch noch einmal ins Rennen um den Gruppensieg einzugreifen. Dazu kommt die personelle Situation, die durch die Verletzung von Plhak nicht besser geworden ist. In dieser Situation wartet auf die Aldekerker Mannschaft heute Abend die Begegnung beim Aufsteiger SG Langenfeld, der mit erst zwei Verlustspielen in der Tabelle weit vorne platziert ist.

Quelle: RP


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