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Fußball: Kleuskens' System greift

VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 26.07.2010

Der Spielertrainer führt Viktoria Winnekendonk zum 3:1-Sieg gegen den SV Sevelen. Mehr noch als der Erfolg freut ihn die gute Leistung seiner Mannschaft, die die neue Taktik immer besser verinnerlicht. Auch Grün-Weiß Vernum schafft den Sprung ins Halbfinale.

Sevelens Simon van der Sande (rechts) blieb gegen Winnekendonk ohne Torerfolg.  Foto: RPO
Sevelens Simon van der Sande (rechts) blieb gegen Winnekendonk ohne Torerfolg. Foto: RPO

Ein Bezirksliga-Duell gab es gestern im Voba-Super-Cup, das Aufsteiger Winnekendonk für sich entscheiden konnte. Wie der Gast aus Sevelen, so hatte auch die Kleuskens-Elf am Tag zuvor bereits ein Testspiel absolviert – doch konnte sie dies besser wegstecken.

Vikt. Winnekendonk – SV Sevelen 3:1 (2:1). Die Niederlage am Samstag in Veert hatte für das Achtelfinale gegen Sevelen keine Konsequenzen. "Diesmal hat jeder auf seiner Position gespielt, und die Jungs haben gesehen, dass es klappt und die Laufwege stimmen", freute sich Viktoria-Trainer Sven Kleuskens nach dem 3:1-Sieg. Das von ihm eingeführte neue Spielsystem greife immer besser: "Die Jungs verstehen, dass es erfolgreich sein kann, wenn man auf Ballbesitz spielt."

Info

Viertelfinale

Gestern

SV Straelen II – TSV Wa./Wa. II 3:1 Viktoria Winnekendonk – SV Sevelen 3:1 Viktoria Goch II – Kevelaerer SV 1:0 Alemannia Pfalzdorf – Grün-Weiß Vernum 2:7

Halbfinale

Mittwoch, 19.30 Uhr

Viktoria Winnekendonk – SV Straelen II Viktoria Goch II – Grün-Weiß Vernum

Spiel um Platz 3

Sonntag, 14 Uhr: Verlierer der Halbfinals

Finale

Sonntag, 16 Uhr: Gewinner der Halbfinals

Anlaufzeit brauchte die Viktoria gegen Sevelen nicht. Bereits nach zwei Minuten marschierte der Chef mit gutem Beispiel voran – 1:0 durch Spielertrainer Kleuskens. "Da haben wir gepennt", meinte Gäste-Coach Gunnar Gierschner. Doch seine Mannschaft meldete sich schon bald zurück. Dennis Schmidt traf nach einer Viertelstunde zum 1:1. "Kann passieren", sagte Kleuskens betont locker. Zwar habe das Spiel zu diesem Zeitpunkt auf der Kippe gestanden, doch Winnekendonk behielt den Rhythmus bei und suchte weiter die Offensive. "Bei uns fehlte ein guter Spielaufbau", sagte Gierschner, was sicherlich an den vielen Umstellungen in seiner Truppe lag. Doch nicht nur: "Winnekendonk hatte in der ersten Halbzeit den stärkeren Willen." Der führte auch zum 2:1 durch ein Eigentor von Marcel Bachor (30.), der nach einer Flanke von André Elbers vor dem einschussbereiten Daniel Lamers klären wollte. Das 3:1 erzielte Manfred Stammen (79.), der einen Konter erfolgreich abschloss. "Ich bin mit der Leistung einfach zufrieden", sagte Kleuskens, "das hat Spaß gemacht." Für Gierschner blieb die Erkenntnis, dass "die Struktur fehlt, die Laufwege stimmen nicht. Wir haben noch genug Arbeit bis zum Saisonstart."

Alemannia Pfalzdorf – Grün-Weiß Vernum 2:7 (1:1). Zur Pause war nicht abzusehen, dass die Gäste aus Vernum derart klar gewinnen würden. Nur 1:1 stand es, und Norbert Holt meinte: "Mit der Leistung können wir nicht zufrieden sein, wir sind nicht gut ins Spiel gekommen." Da auch die Alemannia, die nahezu komplett mit der Reserve antrat, nur wenig Konstruktives zustande brachte, war es ein Spiel auf eher schwachem Niveau. Einzige Höhepunkte: Das frühe 1:0 für Pfalzdorf (4.) und der Ausgleich durch Niklas van Houdt (14.). Nach der Pause "lief der Ball besser", sagte Holt, was die Vernumer nun auch in Tore umwandelten. Simon Dickmans erzielte einen Drei-Minuten-Hattrick (59., 60., 61.) zum 4:1, sein Bruder Christoph legte zwei Treffer zum 6:2 nach (65., 74.). Zwischenzeitlich hatte Pfalzdorf nochmals getroffen. Den Schlusspunkt setzte Philip Schlebusch zum 7:2 (82.). "Mittwoch muss aber mehr kommen", sagte Holt mit Blick aufs Halbfinale.

Quelle: RP

 
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