KSV mit tollem Kampf
VON MICHAEL BÜHS UND REINHARD PÖSEL - zuletzt aktualisiert: 03.04.2008Erst in der Verlängerung musste sich die Brouwers-Truppe gegen den Verbandsligisten SV Hö./Nie. geschlagen geben. Der TSV Wa./Wa. hingegen verpasste schon in der regulären Spielzeit den Einzug in die letzte Runde.
In der vorletzten Runde des Diebels-Kreispokals verpasste der Kevelaerer SV knapp eine Überraschung. Auch für den TSV Wa./Wa. setzte es eine Heimniederlage.
Kevelaerer SV – SV Hö./Nie. 1:2 n. Verlängerung (1:0, 1:1). Freuen konnte sich Heinz-Josef Janssen über den Einzug in die Finalrunde nicht. „Das war großer Mist“, schimpfte der Hö./Nie.-Obmann nach der Partie in Kevelaer, „die Einstellung bei uns war katastrophal.“ Erst in der Verlängerung gelang Markus Nickel der Siegtreffer für die Gäste (107.), denen der KSV bis dahin einen großen Kampf geliefert hatte. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gegengehalten“, lobte Trainer Hans-Gerd Brouwers seine Elf, die durch ein Kontertor von Daniel Roeloffs in Führung ging (15.). Viel fiel den zwei Klassen höher spielenden Gästen aus dem Nordkreis nicht ein, was „Fluppi“ Janssen bestätigte: „Von einem Verbandsligisten muss ich erwarten können, dass er das Tempo so hoch hält, dass er Kevelaer an die Wand spielt.“ Letztlich war es die nachlassende Kraft bei den Platzherren, die auf tiefem Boden „viele Kilometer zurückgelegt haben“, so Brouwers, die zum aus KSV-Sicht unglücklichen Ausgleich in der vierten Minute der Nachspielzeit führte. Jörg Schax schoss Jan van Meegern an. „Vorher hat der Schiri aber ein klares Handspiel von Hö./Nie. nicht geahndet“, meinte Brouwers. Die Niederlage könne man verkraften, ärgerlich aber sind die Verletzungen von Torschütze Roeloffs (Zerrung) und Marius Hellen (Gehirnerschütterung), die wohl beide zwei Wochen ausfallen werden.
Die weiteren Spiele
Die weiteren Partien im Diebels-Kreispokal: Alem. Pfalzdorf – 1. FC Kleve 2:9, SV Asperden – Vikt. Goch 0:14. Das Spiel der DJK Labbeck gegen den SV Straelen wurde nach anhaltenden Regenfällen wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.
TSV Wa./Wa. – SV Grieth 1:3 (0:1). Der Wachtendonker Kai Rietz hatte in der 2. Spielminute die Führung auf dem Fuß, „schloss aber allein vor dem Torwart zu überhastet ab“, erklärte TSV-Trainer Wilfried Steeger, der über weite Strecken der ersten Halbzeit mit seiner Mannschaft nicht zufrieden war. „Wir haben zu wenig nach vorne gearbeitet“, kritisierte Steeger. Torraumszenen brachte Grieth aber zunächst auch nicht zustande, bis in der 30. Minute Torsten Vöckel im Strafraum auftauchte, seinen Schädel in eine Rechtsflanke hielt und den Ball zum 0:1 unter die Latte drückte.
Nach verteilten Spielanteilen im zweiten Durchgang kam der TSV Wa./Wa. immer besser ins Spiel und erzielte in der 74. Minute durch Benjamin Goldau nach Freistoß von Marcel Horn den verdienten Ausgleich. „In der Phase haben wir so druckvoll gespielt, wie ich mir das vorstelle“, sagte Steeger, der in der 76. Minute eine Elfmeter-Entscheidung miterleben musste, bei deren Kommentierung ihm nur das Wort „Witz“ über die Lippen kam. Deutlich vor dem Strafraum war der Wachtendonker Tobias Küppers mit Premtim Tafiliin aneinander geraten. „Beide gehen mit gestrecktem Bein in den Zweikampf, verfehlen den Ball und treffen sich gegenseitig“, so Steeger, dessen Mannschaft jedoch wegen der Sichtweise des Schiedsrichters die Leidtragende war. Den Elfmeter verwandelte Vöckel zum Griether 2:1, dem die Gäste gegen eine nun hemmungslos stürmende TSV-Elf fünf Minuten vor dem Ende das 3:1 durch Kai Esser folgen ließen auf Flanke des ehemaligen Winnekendonkers Rene Weyers.
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