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Lukas Zwiener ist derzeit nicht aufzuhalten

VON REINHARD PÖSEL - zuletzt aktualisiert: 18.07.2011

Am vergangenen Sonntag war es "nur" die Nordrhein-Ebene, auf der sich der 15-jährige Lukas Zwiener behauptete. Über 1000 Meter setzte sich der Kevelaerer Langstreckler gegen die Konkurrenz seines Landesverbandes durch und korrigierte die eigene Bestzeit innerhalb weniger Tage ein zweites Mal nach unten.

Der Kevelaerer Lukas Zwiener (r.) ließ seinen härtesten Rivalen um die NRW-Meisterschaft selbst im Endspurt nicht aus den Augen.  Foto:  Wolfgang Birkenstock
Der Kevelaerer Lukas Zwiener (r.) ließ seinen härtesten Rivalen um die NRW-Meisterschaft selbst im Endspurt nicht aus den Augen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Eine Woche lange durfte sich der junge Leichtathlet im Glanz dieses schönen Erfolges sonnen, bevor es gestern im Stadion Hohenhorst in Recklinghausen darum ging, die starke Leistung des Vorsonntags gegen ein noch erleseneres Läuferfeld unter Beweis zu stellen. In Recklinghausen trafen sich – grob gesagt – die besten 15-jährigen Leichtathleten aus ganz Nordrhein-Westfalen – leichtathletisch gesprochen aus den Landesverbänden Nordrhein und Westfalen.

"Es war ein Rennen mit Haken und Ösen", gab KSV-Trainer Thomas Hölsken seine Eindrücke von den ersten 400 Metern wieder, auf denen die Läufer die komplette erste Stadionrunde Körper an Körper um die günstigste Ausgangsposition kämpften. "Das Gerangel brachte Lukas zweimal fast ins Straucheln", sagte Hölsken, der eingestand, dass sein Athlet in diesem kämpferisch geführten Rennen "auch austeilte".

Zwiener musste erkennen, dass es im Vergleich zum Vorsonntag eine Reihe von Athleten mehr gab, die über ein vergleichbares Leistungsvermögen verfügten. Entschieden wurde das Rennen schließlich in der letzten Runde – und erneut hieß der Gewinner Lukas Zwiener, der bis an seine Grenzen gehen musste, um sich in 2:43,30 Minuten um zwei Zehntelsekunden gegen den Lüdenscheider Florian Kalb durchzusetzen.

Janßen gewinnt Silber

Angesichts seiner Verletzungsprobleme, die über viele Wochen nur ein eingeschränktes Techniktraining zuließen, schlug sich in Recklinhausen auch KSV-Hochspringer Dominik Janßen "sehr gut", wie sein Trainer Ludwig Klaassen feststellte. Der 15-Jährige, der vor einer Woche mit 1,83 Meter den Landestitel des Nordrheins gewann, stieg gestern bei 1,60 Meter in den Wettkampf ein. Mit erneut nur fünf Schritten Anlauf nahm Janßen Höhe um Höhe fehlerfrei.

Als die Latte schließlich auf die Höhe von 1,83 Meter gelegt wurde, gehörte der KSVer zu den beiden letzten verbliebenen Hochspringern. Erneut hatte er die Konkurrenz aus dem Nordrhein hinter sich gelassen. Im Kampf mit Julian Kröpsky aus Ahle, der 1,83 im dritten Versuch fehlerfrei meisterte, zog der Zwei-Meter-Mann aus Kevelaer am Ende den Kürzeren. Kröpsky holte sich mit überzeugenden 1,90 Meter den Titel des NRW-Schülermeisters, während Janßen ein mehr als nur ehrenvoller zweiter Platz mit übersprungenen 1,80 Meter blieb.

Während sich Janßen still und bescheiden, wie es seiner Art entspricht, über den Erfolg freute, wagte Trainer Klaassen einen Blick in die Zukunft des Hochspringers, deren Verletzungen mit seinem schnellen Wachstum zu tun haben. "Wenn sich das alles eingespielt hat und ein längerer Anlauf möglich ist, dann sollten auch größere Höhen zu erzielen sein", prognostizierte Klaassen, der die Leichtathletik zu genau kennt, um mit dem Ist-Zustand seines Athleten nicht sehr gut leben zu können.

Seegers läuft erneut Bestzeit

Wie man überhaupt das Gefühl erhält, dass die Durststrecke beim Leichtathletik-Nachwuchs des Kevelaerer SV, der in den vergangenen Jahren bis hin zu deutschen Meistertiteln auftrumpfte, zu Ende zu gehen scheint.

Ein weiteres schönes Beispiel war die Leistung von Annika Seegers über 800 Meter. Die 15-Jährige verbesserte ihre erst am vergangenen Sonntag aufgestellte Bestmarke ein weiteres Mal. Nach 2:25,80 Minuten erreichte sie als Elfte unter 18 Teilnehmerinnen das Ziel.

Quelle: RP


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