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Fußball: Mindestlohn für Handwerker

VON PETER JANSSEN - zuletzt aktualisiert: 12.11.2007

Fußball-Oberliga: Der SV Straelen darf sich über einen Punkt freuen. Sehr gut erholt präsentierten sich die Grün-Gelben beim 0:0 gegen Tabellenführer Bayer Leverkusen II. Es war das erste Duell des SVS ohne Gegentreffer.

Zeigte eine gute Leistung, wäre da nicht der verschossene Elfer gewesen: Straelens Dennis Levering (r.) .<span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span>  Foto: RPO
Zeigte eine gute Leistung, wäre da nicht der verschossene Elfer gewesen: Straelens Dennis Levering (r.) .<span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span><span style="font-size:40%;"> </span> Foto: RPO

„Da muss sich bei uns jetzt keiner erhängen, nur weil wir 0:0 gegen den SV Straelen gespielt haben“, sagte Leverkusens Co-Trainer Dirk Dreher nach der Partie im Ulrich-Haberland-Stadion. Wie recht er hat. Denn dass der Spielstand innerhalb der 90 Minuten nicht verändert wurde, hatte aus Sicht des SV Straelen zwei Ursachen.

Die erfreuliche: Achim Hollerieth feierte einen glänzenden Einstand im Tor des SVS. Und den zweiten maßgeblichen Beitrag zum Bestand des 0:0 leistete SVS-Abwehrspieler Dennis Levering. Denn der schaffte es nach 23 Minuten nicht, einen Elfer zu verwerten. Wesentlich günstigere Möglichkeiten, beim Erstplatzierten in Front zu ziehen, sind im Fußballsport eher selten zu finden.

Info

Teams und Tore

SVS-Wechsel: 13. Peters (3) für Ernst; 61. Schwarz (–) für Siberie; 84. Ziberi (–) für Litimba

Bayer Leverkusen 04 II: Fernandez – Kratz (68. Schultens), Hegeler, Happe, Falkenberg, Faty, Lartey, Naki, Scannewin (55. Lakicevic), Kurdov, Schmidt

Tore: keine

Zuschauer: 250

Schiri: Zinken (Mechernich, Note 2)

Größers Potenzial

Die Entscheidung, Achim Hollerieth ins Tor zu stellen, begründete SVS-Trainer Hermann Tecklenburg vor dem Duell damit, dass er der Torwart mit dem größten Potenzial sei. Was das Potenzial auf der anderen Seite betrifft, so schickte Bayer neben einigen handelsüblichen Nachwuchs-Nationalspielern auch den Franzosen Ricardo Faty in das Duell gegen Straelen. Der Werks–club hat Faty vom AS Rom ausgeliehen, wo er bereits auf einige Einsätze in der Champions League kam. Was Faty nicht wusste, ist, dass er mit Jörg Scherbe auf den wiederhergestellten Ex-Profi des SV Straelen traf, der es ausgezeichnet verstand, der Perle einen extrem unangenehmen Nachmittag zu bereiten.

Als der SV Straelen durch Siberie (11.) und van Loenhout (16.) seine ersten nicht zu verachtenden Möglichkeiten vergeben hatte, merkten die ersten Zuschauer auf der spärlich besetzten Tribüne, dass die Straelener doch gar nicht so schlecht seien. Waren sie auch nicht. Als Litimba von Faty nach 23 Minuten ohne Rücksicht auf den Standort unbürokratisch zu Fall gebracht wurde, gab’s nicht einmal von der Bayer-Bank kleinste Zweifel, was die Rechtmäßigkeit des Strafstoßes betrifft.

Als Levering sich die Kugel schnappt, dreht van Loenhout ab, der auch als sicherer Schütze gilt. „Der wollte keine Diskussion anfangen“, erklärt Scherbe nach dem Duell. Levering schoss in die linke Ecke, Bayer-Keeper Fernandez war schon da und wehrte zur Ecke ab. Bayers Co-Trainer Dreher kommentierte den Schuss mit: „Den hätte der Fernandez auch festhalten können.“

Chancen zur Führung

Dass eine Elf, die am Tabellenende steht, nicht gerade mit Spielkunst versucht, an ihrer Situation etwas zu ändern, demonstrierte der SV Straelen mit fortlaufender Dauer der Partie. Kurz vor dem Wechsel hatten Bayers Naki und Schmidt beste Chancen zur Führung, die sie jedoch entweder selbst entwerteten oder von Hollerieth gestoppt wurden. Im zweiten Abschnitt gab’s vom SVS grundsolides Handwerk zu sehen. Rabenhorst (53.) und Ludwik (70.), der erst einen Treffer erzielt, wenn der Torwart vorher wegrennt, vergaben aussichtsreiche SVS-Chancen.

Bayer hatte zwar zwei, drei Möglichkeiten mehr, doch war’s Hollerieth, der auch in Minute 90 alle Bälle entschärfte. Als sich Bayers Trainer Ulf Kirsten echauffierte, dass Straelens Peters in der dritten Minute der Nachspielzeit nach einem Zusammenprall liegen blieb, wusste auch ein Tribünengast die Szene angenmessen zu bewerten: „Die hatten doch 90 Minuten Zeit, darüber muss man sich jetzt wahrlich nicht aufregen.“

Quelle: RP

 
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