Multitalent in Sachen Ausdauer
VON MARTIN VAN DER PÜTTEN - zuletzt aktualisiert: 17.08.2010Schwimmen, Laufen und vor allem Radfahren. Christian Fritz aus Twisteden betreibt alle diese Sportarten mit Leidenschaft. In Kombination ist er Triathlet, in den Einzeldisziplinen trainiert er in insgesamt vier Vereinen.
Twisteden Wenn man sich ansieht, wo Christian Fritz wohnt, dann verwundert es nicht, warum er seine Leidenschaft für den Ausdauersport entdeckte. In Twisteden, etwas außerhalb an der niederländischen Grenze, da ist er zu Hause. Lange, gerade und asphaltierte Feldwege durchschneiden dort die weite Landschaft. "Tatsächlich bin ich schon als Kind im Sommer zur Grundschule nach Twisteden und Später zum Gymnasium nach Kevelaer mit dem Rad gefahren", erinnert sich der 21-Jährige.
Zu seinem ersten Rennrad kam er allerdings eher zufällig. Ein polnischer Arbeiter in der Gärtnerei seines Vaters hatte ein altes Rennrad vom Schrottplatz besorgt, damit der Sohn für die Ferien in Deutschland einen fahrbaren Untersatz hatte. "Zusammen mit meinem Onkel entstand die Idee, dieses Rad wieder aufzupolieren. Da war ich gerade 13 Jahre alt", erinnert sich Christian Fritz.
Rad am Ring
Nächste Veranstaltung: Am Samstag, 21. August, startet im Rahmen der Veranstaltung "Rad am Ring" auch das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die Fahrer aus Twisteden treten in Vierergruppen an. Drei haben Pause, während einer stets auf der 22 Kilometer langen Strecke unterwegs ist, auf der 500 Höhenmeter zu überwinden sind. Jede gefahrene Runde fließt in die Wertung ein.
Noch eher aber hatte er mit dem Schwimmen begonnen. SC Delphin Geldern hieß sein erster Verein, dem er auch bis heute treu geblieben ist und wo er unter Trainer Jörg Löcker seine Schwimmfähigkeiten trainiert. Sein Vater brachte ihn schließlich auf die Idee, neben dem Radfahren und dem Schwimmen auch das Laufen zu beginnen. Daraufhin schloss sich Fritz dem TV Goch an, weil der Verein seinerzeit über die einzige Triathlonabteilung im Kreis Kleve verfügte. Zum zusätzlichen Lauftraining trat er zudem dem Kevelaerer SV bei, und als in seinem Heimatdorf Twisteden die dortige DJK eine Radsportabteilung eröffnete, konnte er diesem Lockruf auch nicht entgehen. "Ich habe in jedem Verein neue Freunde kennengelernt, aber eine Mitgliedschaft werde ich früher oder später aus Zeitgründen beenden müssen", so Fritz.
Über einen Freund lernte er dann vor über einem Jahr Spyschek Zalewski kennen, der in Weeze ein Fitnessstudio betreibt und in vielen Vereinen im Kreis Kleve als Trainer fungiert. Zalewski nahm ihn unter seine Fittiche. Er schrieb Trainingspläne, erklärte ihm das Krafttraining im Studio und nahm den jungen Sportler mit zum Lauftraining nach Kleve. Dies führte zu einem Leistungsschub im Laufen, seiner schwächsten Disziplin beim Triathlon. Das Ergebnis kann sich mittlerweile sehen lassen. Bei den Deutschen Triathlonmeisterschaften in Peine im Juni wurde er in seiner Altersklasse über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) in 2:11,10 Stunden Zehnter und lag auch im Gesamtklassement unter den besten 20 Prozent.
"Was in den nächsten Jahren möglich sein wird, kann ich nicht abschätzen. Ich beginne ein Studium in Venlo, das bestimmt viel Zeit in Anspruch nehmen wird", meint Fritz, der dem Ausdauersport aber in jedem Fall treu bleiben wird.
Das nächste Ziel steht schon fest. Noch in diesem August geht es zum 24-Stunden-Rennen mit der DJK Twisteden an den Nürburgring.
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