Volleyball: Niederlage gegen den Letzten
VON FRITZ HOLTMANN - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012Volleyball (RP). Für die Überraschung des Spieltages sorgte ausgerechnet Tabellenführer Eintracht Geldern. Die Volleyballerinnen unterlagen beim Schlusslicht, dem VV Kamp-Lintfort, mit 2:3 (27:25, 26:24, 19:25, 20:25, 15:12).
"Mit diesem Ergebnis hat wohl keiner gerechnet", hielt Kamp-Lintforts Angreiferin Lisa Valentin, die selbst lange Jahre das Trikot der Eintracht trug, nach dem überraschenden Fünf-Satz-Sieg des gastgebenden Schlusslichtes über den bis dahin in elf Spielen unbesiegten Tabellenführer Geldern fest.
Die Erklärung Valentins für Lintforts Sieg war simpel und schlüssig zugleich: "Ich glaube, die Eintracht hat uns unterschätzt und das Spiel einfach auch zu leicht genommen. Wir konnten frei aufspielen, weil wir nichts zu verlieren hatten, während der Druck bei Geldern, das Spiel gewinnen zu müssen, im Laufe des Spiels immer größer wurde."
Statistik
So spielte der VCE
Zuspiel: Johanna Gastens, Lena Stutzinger
Außenangriff: Hanna Stutzinger, Lisa Harmsen, Anna Valentin
Mittelblock: Laura Höing, Anna Stammen
Diagonalangriff: Laura Kanders, Linda Kanders
Libera: Julia Kanders, Lisa Raeth
Stammen verletzt im Krankenhaus
Eine Tatsache, die sicherlich auch eine große Rolle für den Ausgang des Duells spielte, ließ die ehemalige Mittelblockerin in Gelderns Regionalliga-Mannschaft nicht unerwähnt. Nach einer verunglückten Blockaktion schied Gelderns Anna Stammen verletzt aus. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. "Das war ein erheblicher Schock für die Mannschaft, als Anna von Sanitätern aus der Halle getragen wurde", stellte Gelderns Trainer Thomas Cöhnen zum Ausscheiden seiner Führungsspielerin beim 7:7 im vierten Satz fest.
Das machte zunächst eine improvisierte Aufstellung im Angriff und dann im Tie-Break eine veränderte Startformation nötig. Anna Valentin übernahm im Entscheidungssatz Stammens Position in der Netzmitte, Hanna Stutzinger nahm Valentins Position auf Außen ein. Trotz aller Widrigkeiten sah es im Tie-Break beim letzten Seitenwechsel bei 7:8 dann aber immer noch danach aus, als könne Gelderns junge Mannschaft, die schon ihren 0:2-Satzrückstand wettgemacht hatte, wie schon so oft in dieser Saison den Kopf aus der Schlinge ziehen. In Lintfort gelang es nicht. Die Hausherrinnen sicherten sich bei 12:10 die entscheidende Führung zum Ausgang der Partie. Dabei zeigte sich nochmals ein spielentscheidender Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Dazu sagte Lisa Valentin, die gestand, der Sieg über ihre ehemalige Mitspielerinnen verursache schon ein komisches Gefühl bei ihr: "Endlich sind wir wieder als Mannschaft aufgetreten."
Bei Geldern hingegen war im gesamten Spiel häufig Sand im Getriebe. Cöhnen urteilte zur von rätselhaften Ängsten geprägten Spielweise: "Wir haben nur mitgespielt und überhaupt keinen Druck ausgeübt. Unsere Aufschläge waren schwach, und im Angriff haben wir oft die Bälle nicht tot gemacht. Insgesamt fehlte unserem Spiel die Präzision. Die Niederlage war verdient, und wir sind vor der Partie gegen den Tabellendritten Dingden nun in einer schwierigen Phase."
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