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Handball: Pechvogel Kurtz

VON REINHARD PÖSEL - zuletzt aktualisiert: 25.01.2008

Trainer Heesen kann über Verletzungen seiner Spieler in dieser Saison ein Buch mit mehreren Kapiteln schreiben. Neu fällt jetzt Marian Kurtz aus, dazu kommt Simon Welzel. Trotzdem will der ATV bei der HSG II punkten.

Info

Pokal am 2. Februar

Durch den Sieg beim Mittelrhein-Oberligisten TV Dünnwald hat der TV Aldekerk sich für die zweite von insgesamt drei Pokalrunden auf westdeutscher Ebene qualifiziert. Dabei kommt es in der Vogteihalle zur Begegnung mit dem Neusser HV, der sich derzeit in der Oberliga mit Macht gegen den Abstieg stemmt. Ausgetragen wird die Partie am 2. Februar um 18.30 Uhr.

„Wenn der Name einer meiner Spieler im Display des Handys aufleuchtet, überlege ich mittlerweile schon, ob ich das Gespräch annehmen soll“, scherzte vor dem gestrigen Training Burkhard Heesen. Hintergrund der Äußerung des Aldekerker Übungsleiters ist die Hiobsbotschaft nach dem überzeugend gewonnenen Spiel seiner Mannschaft gegen die SG Solingen II, als ihm Marian Kurtz telefonisch mitteilte, dass dessen gegen Ende der Partie erlittene Verletzung an der Hand als Kahnbeinbruch diagnostiziert wurde. „Zu allem Unglück auch noch eine Verletzung an der Hand, deren Heilungsprozess mit bis zu drei Monaten am längsten dauert“, seufzte der leidgeprüfte Aldekerker Trainer. Der 36-Jährige ist nun auch schon eine Zeitlang im Handballgeschäft tätig, doch einer so hartnäckig langen, nicht abreißenden Verletzungsserie kann er sich nicht erinnern.

Beim Gastspiel der Aldekerker am Samstagabend um 19.45 Uhr in der Sporthalle an der Rückertstraße gegen die HSG Düsseldorf II fällt neben dem ehemaligen Hiesfelder Kurtz auch noch Simon Welzel aus, der aufgrund seiner Rückenbeschwerden, die sich der handballerische Draufgänger im Spiel beim Tabellenführer TuS Niederwermelskirchen zugezogen hatte, weiterhin krank geschrieben ist. Dagegen fallen die Erkältungsbeschwerden von Torsten Adams unter der Woche schon kaum mehr ins Gewicht. „Ich hoffe, dass uns Torsten in Düsseldorf zur Verfügung steht“, sagt Trainer Heesen, dessen Tonfall in der Stimme sich deutlich aufhellt, als er von seinem Abwehrchef Nils Wallrath spricht, der nach der Muskelverletzung wieder belastbar ist und dessen Mitwirken die Variationsmöglichkeiten des Aldekerker Spiels erweitert. Auch wenn Heesen davon ausgeht, dass man nach einer Verletzung immer Zeit benötigt, um voll antreten zu können.

Der Aldekerker Coach spricht das allerdings hörbar gelassen aus, weiß er doch in Lars Wittwer nach dessen „bisher bestem Saisonspiel“ eine wunderbare Alternative im Abwehrzentrum zu haben. „Das hat Lars am vergangenen Sonntag wirklich sehr gut gelöst“, lobt Heesen, der auch Wittwers Leistung als Mittelmann im Aufbauspiel positiv herausstreicht, „wie dieser mit klar angesagten Konzeptionen das Laufspiel befördert, seine Mitspieler eingesetzt hat und dazu noch torgefährlich war“.

Trotz der Verletzungen strahlt Trainer Heesen also Optimismus aus. Er erwartet von seiner Mannschaft, dass sie die Scharte aus dem Hinspiel auswetzt, wo sie die HSG II mit einem überdurchschnittlich guten Pöter und von Gruchalla munter drauflos spielen ließ. „Das sollten wir nicht ein zweites Mal zulassen“, sagt Heesen und fordert eine kompakt stehende Abwehr, die nicht nur Zuschauer sondern aggressiv Handelnde ist.

Quelle: RP

 
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