Fußball: Personeller Wechsel beim SVS
VON STEFANIE SANDMEIER - zuletzt aktualisiert: 17.02.2010Die Fußballabteilung des Vereins stellt sich in einigen Mannschaftsteilen neu auf. René Gärtner wird ab Juni Spielertrainer der zweiten Mannschaft neben Karl Theelen. Holger Rütten verlässt den Klub. Dazu werden neue Trainer für die Dritte sowie für die A-Junioren gesucht.
Gedanklich hat Hermann Tecklenburg die Wechsel in seiner Straelener Führungs-Mannschaft bereits durchgespielt. Rund eine Stunde saßen der Vereins-Vorsitzende, Fußball-Obmann Dieter Niersmanns und die beiden Trainer der ersten und zweiten Mannschaft, Holger Gässler und Karl Theelen, zuletzt zusammen, um sich über personelle Änderungen in der Aufstellung der Übungsleiter zu beraten. Intern wollte man die fußballfreie Zeit nutzen und frühzeitig überlegen, wie man den Mannschaften über die Saison hinaus sportlich weiterhelfen kann.
Erstes Ergebnis: René Gärtner, aktuell Coach der dritten Mannschaft, soll ab Juni Spielertrainer der Zweiten werden. An der Seite von Karl Theelen soll er helfen, das doch arg gebeutelte Landesliga-Team wieder in die Erfolgsspur zu führen. Damit einher geht zugleich der Abschied von Holger Rütten, der – wie es heißt – sein Amt nicht wie erhofft habe ausfüllen können und der den Verein zum Saisonende verlassen werde.
Die nächsten Spiele
Unter dem Vorbehalt, dass das Wetter mitspielt, sind für Sonntag ab 15 Uhr folgende Partien geplant:
Niederrheinliga
Viktoria Goch – SV Straelen
Landesliga
SV Straelen – Wesel-Lackhausen
Kucharz sucht A-Jugendcoach
Darüber hinaus soll René Gärtner ab sofort auch als Spieler die zweite Mannschaft verstärken. Der Mittelfeldakteur zählte in der Vergangenheit bereits viele Jahre zu den Stützen dieses Teams und soll nun – wie auch vermehrt Spieler der ersten Mannschaft – die akut abstiegsgefährdete Truppe unterstützen. Parallel dazu wird er sein Amt als Trainer der Dritten bis zum Saisonende weiterführen. "Ich wollte früh ein Zeichen setzen", erklärt Tecklenburg diesen Schritt. "Es ist wichtig, die kommende Saison rechtzeitig zu planen und den Spielern – egal ob Jugend oder Aktive – Perspektiven zu bieten. Sie sollen wissen, mit wem sie es in der nächsten Spielzeit zu tun haben."
Immerhin verlassen neun Nachwuchskicker die A 2-Junioren und fünf Spieler die A 1. Diese gilt es in den drei Aktiven-Teams zu integrieren. Noch ist zwar nicht klar, wie viele von ihnen auch über die Jugend hinaus beim SV Straelen bleiben werden, "aber sie sollen zumindest früh wissen, wie der Verein aufgestellt sein wird", sagt Tecklenburg – sicher wohl wissend, dass dem SV Straelen als Gesamtverein eine schwere Rückserie bevor steht. Denn letztlich zwingt die sportliche Situation auch zum Handeln.
Zur Erinnerung: Die erste Mannschaft kämpft als Tabellen-15. weiterhin um den Klassenerhalt in der Niederrheinliga. Auch wenn man ihr zugute halten muss, dass sie sich nach misslungenem Ligastart gefangen hat. Seit November hat das Team kein Spiel mehr verloren.
Die Reserve dagegen hat nur noch rechnerisch Chancen auf den Verbleib in der Landesliga. Bei "zehn Prozent" sieht Tecklenburg derzeit ihre Möglichkeiten, sie kann also die Hilfe aus den eigenen Reihen gut gebrauchen. Mit Gärtner glaubt Tecklenburg genau den richtigen Mann gefunden zu haben. "René kann dem Team sportlich helfen, und er hat vor allem die nötige Erfahrung, insbesondere die jungen Spieler zu führen."
Ganz so schlimm, wie Schwarzseher die Situation gerne malen würden, sieht der Vorsitzende die Lage beim SV Straelen daher nicht. "Einem Abstieg kann man auch Positives abgewinnen", findet er. "Für einige Spieler ist die Landesliga ohnehin eine Klasse zu hoch. In der Bezirksliga würde das Team die Chance erhalten, sich zu einer schlagkräftigen Truppe zu formieren, die eben nicht nur Punktelieferant ist."
Unklar ist aber noch, wer nach Gärtner Trainer der dritten Mannschaft wird. "Es gibt bereits Kandidaten, die in Frage kommen – sowohl aus dem eigenen Lager wie auch aus dem nahen Umfeld", sagt Tecklenburg. "Eine Entscheidung wird wohl in den kommenden Tagen fallen." Noch dazu fehlt ein A-Jugendcoach. Diesen soll Jugendleiter Horst Kucharz, der aktuell als Trainer einspringt, bis zum 1. April finden.
Denn fest steht auch: Ohne vernünftigen Unterbau kann der SV Straelen dauerhaft keine drei Aktiven-Mannschaften mit Spielern bestücken. Ziel ist es, so Tecklenburg, A- und B-Junioren dauerhaft in der Niederrheinliga zu etablieren und dafür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.
Aber auch in diesem Fall besteht noch Gesprächsbedarf.
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