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Radsport: Radeln für den guten Zweck

VON STEFANIE SANDMEIER - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010

Klaus Evers und Georg Michels fahren mit dem Fahrrad von Wien über Wachtendonk nach Aldekerk und sammeln Spenden für die Leukämie-Stiftung. Ziel sind rund 1400 Kilometer in knapp zwei Wochen.

Georg Michels (li.) und Klaus Evers sind gerüstet für ihre große Europa-Tour.  Foto: RPO
Georg Michels (li.) und Klaus Evers sind gerüstet für ihre große Europa-Tour. Foto: RPO

Einmal Alpen und zurück – das war für Klaus Evers immer schon ein Traum. Mehr als 11800 Kilometer ist er mit Ehefrau Ute schon allein durch Deutschland geradelt. Am letzten Geburtstag dann, bekam er die Fahrrad-Tour von Wien ins heimische Aldekerk geschenkt.

"Aber einfach bloß radeln, das wollte ich nicht", erklärt Evers. Beim Joggen kam dem 58-Jährigen der Gedanke, diese Tour mit einer Spendenaktion zu verbinden. Es sollte die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung sein. Nach der Geburtstagsfeier war die Idee geboren – und ein Begleiter schnell gefunden. Georg Michels ist Lauffreund von Klaus Evers.

Info

Kampf gegen Leukämie

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung hat sich zum obersten Ziel gesetzt hat, die Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit zu verbessern sowie Patienten und deren soziales Umfeld zu unterstützen.

Beide sind Mitglieder der Wachtendonker Niersrunners, haben in zahlreichen Marathonläufen höchste Belastungen kennen gelernt und wollen es nun wagen, in knapp zwei Wochen 1400 Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Idee wird zum Großprojekt

"Unsere Aktion hat sich herumgesprochen, und immer mehr Menschen wollen uns unterstützen." So ist aus einer Idee inzwischen fast schon ein "Großprojekt" geworden. Seit rund fünf Wochen ist Evers mit den Vorbereitungen beschäftigt. Plakate drucken, Streckenpläne erstellen, T-Shirts entwerfen – all das muss organisiert sein. Zudem hat er bereits rund 50 Spender aus der Umgebung persönlich besucht. Das ist ihm wichtig. Wer Geld gibt, soll auch wissen wofür. Der 58-Jährige versichert, dass "jeder Cent eins zu eins an die Stiftung geht". Jegliche Unkosten für ihre Reise tragen die Männer selbst.

Los geht's am 28. Mai mit dem Nachtzug von Kerken nach Wien. Von dort aus radeln sie über Wachtendonk nach Aldekerk. Jeder Tag ist durchgeplant. Schon jetzt stapeln sich auf dem heimischen Wohnzimmertisch die Fahrradkarten mit Strecken entlang der Donau, Altmühl, Tauber oder des Rheins. "Entlang der Flüsse sind die Steigungen nicht so groß", erklärt Evers mit einem Augenzwinkern. Immerhin müssen beide ihr gesamtes Gepäck auf dem Zweirad transportieren. In diesem Fall auf Trekking-Rädern – ausgestattet mit einer Packtasche, in der gut 30 Kilogramm verstaut werden können.

Wenn alles nach Plan läuft, sind Evers und Michels am 12. Juni zurück im Gelderland. Die Mitglieder der Radsportabteilung des TV Aldekerk haben bereits angekündigt, dass sie die beiden in Düsseldorf in Empfang nehmen und sie auf ihren letzten Kilometernbegleiten möchten. "Dieser Zuspruch freut uns ungemein", sagt Evers. "Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich spontan für solch eine Aktion begeistern können." Die beiden Männer sind auf alle Eventualitäten vorbreitet. Für einen Plattfuß haben sie Werkzeug dabei, für schlechtes Wetter die passende Kleidung. "Und an Motivation", so Evers, "mangelt es uns sowieso nicht."

Quelle: RP

 
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