Fußball: Rauschende Ballnacht
VON MARTIN VAN DER PÜTTEN - zuletzt aktualisiert: 30.04.2008In der Fußball-Landesliga gewann gestern Abend der SV Straelen II die Nachholpartie gegen Bayer Dormagen souverän mit 4:1-Toren. Die Kucharz-Truppe führt jetzt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung an.
Besonders in der ersten Hälfte zeigte das Team von Trainer Horst Kucharz gestern Abend im Nachholspiel gegen Bayer Dormagen in vielen schönen Spielzügen ordentlich Drang zum Tor. Nach einer Viertelstunde spielte Florian Witte seinen Sturmpartner Timo Ingenlath wunderschön frei, der nur noch zum 1:0 einschieben musste. Straelen setzte sich zunehmend mehr in der gegnerischen Hälfte fest. Eine tolle Kombination über David Pooth und Andre Küppers landete bei Ralf Küsters. Dessen Schuss konnte Bayers Torwart Brandes nur abklatschen lassen und Ingenlath war ein zweites Mal zur Stelle (28.).
Namen und Zahlen
Straelen: Stienen – Heythausen, Lüfkens, Linssen, Seyen, Küsters, Küppers, Schmitz (82. Kämpken), Pooth (76. Molowitz), Ingenlath, Witte (84. Metz). Tore: 1:0 und 2:0 Ingenlath (15. und 28.), 3:0 Schmitz (36.), 4:0 Küppers (78.), 4:1 Volk (89. FE). Am kommenden Wochenende hat der SV Straelen II spielfrei.
Lange Bälle der Bayer-Elf
In dieser Phase fand das Angriffsspiel der Dormagener fast überhaupt nicht statt, immer wieder suchten sie mit langen Bällen ihren Angreifer Salvatore Franciamore, der nach einer halben Stunde mit einem ersten Schussversuch an Heiko Stienen im SVS-Tor scheiterte. Im direkten Gegenzug legte Küppers einen Ball auf Küsters, der ihn direkt nahm und nur knapp links neben das Tor setzte. Es brannte ständig im 16er der Gäste. Als eine Küppers-Flanke dann nicht weit genug geklärt wurde, landete ein Ball vor den Füßen von Michael Schmitz, der ihn mit Ruhe, Geschick und vor allem dem Außenrist in den linken Torgiebel drehte (36.) – traumhaft. Kurz darauf hatte Straelen auch das nötige Glück, als Franciamore nur den Pfosten traf.
Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff wurde ein Treffer von Ingenlath wegen Abseits nicht anerkannt, und in der Folge wirkte Straelen etwas träge. Es war wohl nur der hohen SVS-Führung zu verdanken, dass sich beide Mannschaften nicht zu sehr über zahlreiche äußerst zweifelhafte Abseitsentscheidungen aufregten. Dormagen konnte aus der nun leichten Überlegenheit jedoch keinen Profit schlagen, einige Schussversuche und Standards blieben ungefährlich. Auch eine Unsicherheit von Stienen blieb folgenlos. Auf der anderen Seite wollte es Florian Witte zu lässig machen, anstatt aus bester Position drauf zu halten, lupfte er den Ball über den Kasten (60.). Die Gastgeber gewannen langsam die Kontrolle zurück und Küsters spielte einen tollen Pass auf Küppers, der sich dann irgendwie zum 4:0 durchwurschtelte (78.). Dormagen schaffte durch einen von Stephan Volk verwandelten Elfmeter noch etwas Ergebniskosmetik (89.).
„Bis auf die unkonzentrierte Viertelstunde im zweiten Durchgang bin ich mit dem Spiel sehr zufrieden. Jetzt stehen unsere Konkurrenten erst einmal unter Druck“, lautete das Fazit von Straelens Trainer Horst Kucharz.
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