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Schlüssel zum Erfolg

VON MARKUS HAEGERT - zuletzt aktualisiert: 24.10.2008

Franziska Holla und Fabienne Vogel vom SV Walbeck sind erstmals beim Bundesranglistenturnier der besten 48 Spielerinnen ihrer Altersklasse dabei. In Kleve wollen sie sich am Wochenende für höhere Aufgaben qualifizieren.

Hier gemeinsam an der Platte, sind Fabienne Vogel (rechts) und Franziska Holla in Kleve auf sich allein gestellt. Sie treten in der Vorrunde jeweils gegen fünf Spielerinnen aus ganz Deutschland an.  Foto: RPO
Hier gemeinsam an der Platte, sind Fabienne Vogel (rechts) und Franziska Holla in Kleve auf sich allein gestellt. Sie treten in der Vorrunde jeweils gegen fünf Spielerinnen aus ganz Deutschland an. Foto: RPO

Wenn Franziska Holla und Fabienne Vogel in der Walbecker Grundschul-Turnhalle Tischtennis spielen wollen, können sie das einfach tun. Sie haben schließlich die Schlüssel zur Halle. Die beiden Ausnahmetalente vom SV Walbeck sind täglich zum Training da – wenn sie nicht zum Verbands-Stützpunkt nach Düsseldorf fahren. Offensichtlich haben die Mädchen auch einen Schlüssel zum Erfolg: Mit ihren gerade einmal 14 (Vogel) und 13 (Holla) Jahren haben sie in ihrer Altersklasse schon alles abgeräumt, im Damen-Bereich spielen sie mit ihrer Mannschaft in der Oberliga. Jetzt folgt der nächste Höhepunkt: An diesem Wochenende schlagen die Walbeckerinnen erstmals beim Bundesranglistenturnier der besten 48 Schülerinnen auf. Das findet fast vor der Haustür in Kleve-Kellen statt.

Info

Bilanzen

Mit der Mannschaft haben Franziska Holla und Fabienne Vogel bereits große Erfolge gefeiert. Im Juni wurden sie bei den Mädchen Westdeutsche und anschließend sogar Deutsche Meister. Im Einzel feierte die 13-jährige Holla zuletzt den Doppelsieg bei den Bezirksmeisterschaften der A-Schülerinnen.

In der aktuellen Oberliga-Saison hat Holla an Position zwei 11:2 Siege aufzuweisen. Auch Vogels Bilanz an Brett vier ist mit 7:6 positiv. Im Doppel haben sie je drei Partien gewonnen und verloren.

Zuversichtliche Verbandstrainerin

Nach dem letzten freien Tag gefragt, braucht Fabienne Vogel einige Zeit, um zu überlegen. „Puh, das weiß ich gar nicht so genau.“ Seit Wochen bereiten sich die beiden Mädchen auf das DTTB-Top 48 vor, so ganz nebenbei mussten sie auch noch in der Meisterschaft und bei der Bezirksmeisterschaft ran. Doch die Aussicht, sich mit den Besten zu messen, treibt sie an. „Das ist schon cool“, sagt „Fabi“ Vogel mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Sie und „Franzi“ Holla hoffen zurückhaltend auf einen Platz „so zwischen 20 und 24“.

Die Verbandstrainerin sieht das Unternehmen etwas zuversichtlicher. Sandra Münzl, die Holla und Vogel bis zu dreimal in der Woche trainiert, glaubt vor allem an die Chance für die jüngere der beiden Gymnasiastinnen. „Franzi Holla kann das Spiel unglaublich schnell machen und Druck auf ihre Gegnerin ausüben. Ihr traue ich einen Platz unter den besten Zwölf schon zu.“ Fabienne Vogel habe „eine Wahnsinns-Geschwindigkeit im Arm“, sei aber manchmal zu passiv.

Im Spiel kennen sie beide keine Angst vor ihren Gegnerinnen – auch wenn sie, wie in der Oberliga, oft mehr als doppelt so alt sind. „Die Älteren sind eigentlich viel nervöser, wenn sie gegen uns spielen müssen“, so Fabienne Vogel. Das sah man schon in der Vorsaison, als die Walbecker Mädchen Meister wurden – in der Verbandsliga der Damen. Und nun finden sie sich auch immer besser in der Oberliga zurecht, haben zwei ihrer sechs Spiele gewonnen.

Vereinstrainer Heinz Leuken sagt: „Wir werden in 50 Jahren nicht mehr solch einen Jahrgang bekommen.“ Er hofft zaghaft, dass es mit den talentierten Schülerinnen womöglich noch eine Klasse höher in die Regionalliga gehen könnte. Sollte die Entwicklung jedoch weitergehen, sind Franziska Holla und Fabienne Vogel auf absehbare Zeit ein Fall für einen höherklassigen Verein.

Zurück in die Walbecker Halle könnten sie dann trotzdem noch – sie haben ja den Schlüssel.

Quelle: RP

 
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