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Fußball: Scholle – wie der Sepp 1954

VON DANIEL GONZALES - zuletzt aktualisiert: 08.01.2007

Viktoria Goch heißt der Sieger der Hallenfußball-Kreismeisterschaften 2007. In der Vorrunde war die Truppe von Hartmut Scholz noch dem späteren Finalgegner SV Walbeck unterlegen. Am Ende gab es einen souveränen 4:2-Sieg. Das Spiel um Platz 3 gewann der 1. FC Kleve II.

So jubeln Sieger: Hartmut Scholz (r.) und seine Spieler. Am Ende souverän mit 4:2 gewann Viktoria Goch das Finale gegen den SV Walbeck. Die spielerische Stärke und die bessere Kondition gaben schließlich den Ausschlag für die Gocher.  Foto: RPO
So jubeln Sieger: Hartmut Scholz (r.) und seine Spieler. Am Ende souverän mit 4:2 gewann Viktoria Goch das Finale gegen den SV Walbeck. Die spielerische Stärke und die bessere Kondition gaben schließlich den Ausschlag für die Gocher. Foto: RPO

Es war lange Zeit von Taktik geprägt, das Finale der 19. Hallenfußball-Kreismeisterschaften. Völlig verdient und souverän hatten sich Verbandsligist Viktoria Goch und Landesligist SV Walbeck ins Finale durchgespielt, nachdem Oberligist SV Straelen sich schon in der Vorrunde verabschiedet hatte. Vor allem die Walbecker, bekannt als gute Hallenmannschaft, zeigten mit einer jungen, begeisterungswürdigen Mannschaft einen tollen Fußball, der für die Meisterschaftsrunde hoffen lässt. Genauso wie die Gocher, bei denen Trainer Hartmut Scholz zwar eine kleine, aber spielstarke Truppe zusammen hatte. Zwar hatten die Walbecker in der Vorrunde noch die Nase vorn gehabt gegenüber den Weberstädtern und gewannen deutlich mit 4:0.

Im Finale war jedoch die Luft raus bei der Mannschaft vom Bergsteg, die immer wieder angetrieben worden war von ihrem Spielertrainer Jens Jütten. Lange belauerten sich die beiden Teams im Finale, bis Olcay Bükrü die Gocher in Führung brachte. Zwar bemühten sich die Walbecker und übernahmen das Spielgeschehen, doch fehlte am Ende auch ein wenig die Kraft. Nach Toren von Hakan Ger, David Klopacz und Stefan Galster war das Spiel gelaufen, die Tore von Jens Jütten und Mario Möllecken kamen zu spät. „Wie Sepp Herberger 1954: In der Vorrunde verloren, im Finale gewonnen“, sagte Hartmut Scholz strahlend. Auch wenn die Niederlage im (vorerst) letzten Auftritt weh tat, Jens Jütten lobte seine Walbecker über den grünen Klee: „Ich bin stolz auf diese Truppe, was sie hier geleistet hat. Wir haben phasenweise tollen Fußball gezeigt.“

Auf noch höherem Niveau verliefen die Halbfinalspiele, in denen um jeden Zentimeter Boden gekämpft wurde. Vor allem das Spiel zwischen dem FC Kleve II, der sich als Erster der Vorrundengruppe B qualifiziert hatte, und dem SV Walbeck geriet zum Krimi. Zweimal führten die Walbecker, zweimal glichen die Klever, die lautstark von ihren Fans unterstützt wurden, aus. Erst 50 Sekunden vor der Schlusssirene besiegelten Gunnar Gierschner und wenig später Jens Jütten den Finaleinzug für die Jungs von der Grenze.

Wie in jedem Jahr unterhaltenswert: Das Geschehen auf der Tribüne. Das große Thema war in diesem Jahr das Trainerkarussell, das sich im Sommer kräftig drehen wird. So wird Andreas Holla, noch Trainer beim TSV Weeze, mit dem Kevelaerer SV in Verbindung gebracht. Jan Schröers, noch in Herongen beschäftigt, liegt ein konkretes Angebot des SV Walbeck vor. Bei der Spielvereinigung Kessel wird Marco van de Sand das Amt von Marco Schacht übernehmen. Und dass sich die Wege von Hartmut Scholz und der Gocher Viktoria im Sommer trennen, scheint immer wahrscheinlicher zu werden.

Quelle: RP

 
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