Fußball: Schröers hat Rechnung offen
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 01.10.2008Heute und morgen wird aus Sicht der Südklubs die 2. Pokalrunde auf Kreisebene ausgetragen. Dabei kommt es zu einer Reihe interessanter Begegnungen.
TSV Weeze – SV Walbeck (19.30 Uhr): Bereits in der Vorbereitung trafen die beiden Mannschaften aufeinander; damals gewann der A-Ligist aus Weeze mit 2:0. Doch seitdem habe sich viel getan, betont TSV-Spielertrainer Andreas Holla: „Die jetzige Walbecker Mannschaft ist mit der damaligen nicht mehr zu vergleichen. Sie hat sich stark entwickelt, Jan Schröers und Dieter Brands haben gut gearbeitet.“ Auf dieses Kompliment reagiert der Trainer des Landesligisten eher zurückhaltend.
„Sagen wir mal so: Wir haben in der Vorbereitung einiges ausprobiert“, meint Schröers. „Zuletzt wurde aber deutlich sichtbar, dass wir in der Liga eine gute Rolle spielen können.“ Dies wolle man nun auch auf den Pokal übertragen. Dazu müsse seine Elf aggressiv spielen und sich „früher und besser bewegen“ als der Gegner, den Schröers als spielerisch stark einschätzt. „Wir haben mit Weeze noch eine Rechnung offen“, sagt Schröers, der trotz „personeller Anpassungen – denn die Liga hat natürlich Priorität“ – beim TSV gewinnen will.
Spiele der Nordklubs
In einem vorgezogenen Spiel der 2. Pokalrunde auf Kreisebene erreichte Fußball-Niederrheinligist Viktoria Goch mit einem 7:0-Erfolg als Gast von Rheinwacht Erfgen bereits die nächste Runde. Im Nordkreis kommt es darüber hinaus noch zu folgenden Spielen: SGE Bedburg-Hau – SV Hö./Nie., SSV Reichswalde – BV DJK Kellen (beide Donnerstag, 2. Oktober, 19.30 Uhr), SV Bedburg-Hau – SV Grieth, Concordia Goch – VfR Warbeyen (beide Dienstag, 7. Oktober, 19.30 Uhr) und DJK Rhen. Kleve – Siegfried Materborn (Donnerstag, 16. Oktober, 19.30 Uhr).
Das möchte auch Andreas Holla, der aber für sein Team noch ein anderes Ziel sieht: „Ich find‘s gar nicht so verkehrt, gegen einen Landesligisten zu spielen. Da kann ich meinen Jungs zeigen, dass in höheren Klassen noch schneller Fußball gespielt wird“, beschreibt Holla den erhofften Lerneffekt.
DJK Labbeck/Uedemerbruch – SV Sevelen (20 Uhr): Der Saisonstart in der A-Liga ist dem SV Sevelen hervorragend gelungen. „Das wollen wir jetzt im Pokal fortsetzen und in Labbeck die nächste Runde erreichen“, sagt Trainer Gunnar Gierschner. Den Pokal bezeichnet Gierschner als willkommene Abwechslung, die ihm die Gelegenheit bietet, „dem ein oder anderen, der zuletzt nicht in der ersten Elf stand, seine Chance zu geben, sich nach vorne zu spielen“.
Ähnlich wird es auch bei der DJK laufen – da allerdings zwangsläufig. Denn Trainer Thomas Haal fehlen gleich sechs Stammkräfte: Kemal Sürücü, Marc Ostrowski, Stefan Hinckers, Dirk Friedhoff (alle verletzt) und André van de Kamp sowie Thomas Ziewes (beide beruflich verhindert) fallen aus.
Dennoch gibt sich Thomas van Haal zuversichtlich: „Sevelen wird uns einiges abverlangen, und wir werden uns deutlich steigern müssen. Aber ich hoffe, dass wir es in die nächste Runde schaffen.“ Und Haal verweist darauf: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze!“ Auf diesen Spruch hat Gunnar Gierschner nur gewartet. Der Gäste-Trainer betont: „Wir sind gut drauf. Da ist es mir egal, ob es im Pokal eigene Gesetze gibt – wir wollen gewinnen.“
In der Begegnung heute Abend beim Fußball-B-Ligisten steckt einiges an Brisanz stecken. Dazu kommen die Platzverhältnisse, die nach den lang anhaltenden Regenfällen recht tief sein und den Protagonisten das Leben nicht einfach machen werden.
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