Fußball: Sevelen gewinnt
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 02.11.2009In der 2. Runde des Diebels-Niederrheinpokals gewinnt der SV Sevelen mit 1:0 beim Vogelheimer SV. Die Gäste zeigen eine kämpferisch engagierte Leistung und haben dazu das nötige Glück.
Die Zuschauer kamen der Aufforderung gerne nach. "Hinsetzen, hinsetzen", riefen die Spieler des SV Sevelen den rund 150 mitgereisten Fans zu, die auf der Tribüne saßen. Anschließend ließen sich auch die völlig durchnässten und verdreckten Spieler nieder – auf der matschigen Asche im Essener Stadion "Am Kaiserpark". In dem Moment war es den Jungs von Trainer Gunnar Gierschner aber völlig egal, denn sie durften mit einem lautstarken "Humba" einen 1:0-Auswärtssieg im Niederrheinpokal beim Vogelheimer SV feiern.
Groß war der Jubel, da der Erfolg nicht unbedingt verdient war. "Vogelheim ist eine Toptruppe", zollte Gierschner dem Gegner Respekt, "wie die den Ball haben laufen lassen und immerzu Druck gemacht haben." Dem hielt seine Elf großen kämpferischen Einsatz entgegen. "Und wir hatten das nötige Quäntchen Glück", sagte Gierschner.
Die Statistik
Sevelen: Terstegen – M. Bachor, Lotoszynski, Rörthmans, Simons, van Stiphoudt, Kleinwegen (77. Scharfschwerdt), Frauendorf, Helmes (58. Stenmans), Leenen, van der Sande (89. Klügel).
Tor: 0:1 Helmes (50.)
Die Bedingungen in Essen waren schwierig, die Asche war durch den Regen aufgeweicht. Immer wieder hatten die Akteure mit Standproblemen zu kämpfen. Besser kamen die Gastgeber damit zurecht, die von Beginn aufs Tempo drückten und die technisch und spielerisch bessere Anlage zeigten. Gierschner: "Die Jungs hatten anfangs wahnsinnig Respekt vor dem Gegner." Dennoch fand beim VSV das letzte Zuspiel in den Sevelener Strafraum nur selten sein Ziel. Einmal war es in der 19. Minute soweit, doch Jonas Terstegen im Gästetor hielt gegen Hasan Beganovic sicher. Dusel hatte der SVS, als zwei Minuten später Khaled Semmo nach Pass von Sascha Hense nur die Latte traf. Kurz vor der Pause musste Terstegen nochmals gegen Hense klären.
Hatte sich Sevelen in der ersten Halbzeit – zwangsläufig – auf die Defensive konzentriert, schien sich dies nach der Pause fortzusetzen. Drei Minuten waren gespielt, als Vogelheims Michael Schwarze aus nur drei Metern den Ball übers Tor hämmerte. "Wir hatten heute kein Glück", meinte VSV-Kapitän Markus Becker enttäuscht. "Die Jungs haben alles gegeben, aber es hat einfach nicht geklappt." So war er Mark Helmes, der in der 50. Minute das Spiel auf den Kopf stellte; nach einer tollen Kombination über Simon van der Sande und Markus Simons erzielte er das 1:0 für Sevelen.
In der Folge rannte Vogelheim wütend an, doch ohne Erfolg. Auch Sevelen kam so zu Kontern. "Die haben wir aber nicht konsequent zu Ende gefahren", sagte Gierschner. Letztlich war es egal, wie das zufriedene Lächeln im Gesicht des Sevelener Trainers zeigte: "Es war eine Schlacht auf dieser Asche, aber auch ein richtig schöner Pokalabend." Der auf der Rückfahrt im Bus noch kräftig gefeiert wurde.
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