Fußball: Spannung garantiert
VON MARTIN VAN DER PÜTTEN - zuletzt aktualisiert: 17.01.2008Zufrieden mit ihrem bisherigen Abschneiden sind die Fußball-B2-Ligisten aus dem Gelderland nicht. Auch Aufsteiger SF Broekhuysen II nicht: der Tabellenplatz stimmt, aber die große Zahl an Platzverweisen stößt auf.
Start am 10. Februar
In der Kreisliga B 2 geht es am Sonntag, 10. Februar mit der Partie SV Asperden gegen DJK Appeldorn weiter. Eine Woche später, Sonntag, 17. Februar ist dann auch für die Südteams in der Gruppe die Winterpause beendet. Walbeck III muss nach Keppeln, W’donk III empfängt Louisendorf, in Wemb gastiert Asperden und in Weeze Sturm Wissel.
Ob Materborn, Warbeyen, Grieth oder zuletzt Hönnepel-Niedermörmter II. Die Liste der Mannschaften aus kleinen Dörfern aus dem Norden des Fußballkreises, die in den vergangenen Jahren in der Kreisliga B, Gruppe 2 einen Durchmarsch hingelegt haben, ist lang. Zum ersten Mal seit Jahren gibt es in dieser Saison keinen klaren Dominator mehr, stattdessen kann nach der Winterpause fast die Hälfte der Mannschaften zumindest noch mit einem Auge auf den Aufstieg schielen. Während an der Spitze für Spannung gesorgt ist, wird der Abstiegskampf für viele Teams vorzeitig zur Gähnnummer, da es bekanntlich keinen direkten Absteiger und nur einen Relegationskandidaten gibt.
Für die meisten Teams des Gelderlandes ist die Hinrunde nicht optimal verlaufen. Bester Klub aus dem Süden des Fußballkreises ist derzeit der TSV Weeze II auf dem fünften Tabellenrang mit sieben Punkten Rückstand auf die Spitze. „Vor der Saison wäre ich mit dieser Situation zufrieden gewesen, aber wenn man sieht, gegen welche Mannschaften wir verloren haben, ist das schon sehr ärgerlich“, erklärt Weezes Trainer Stefan Bongaerts und erläutert: „Das Potenzial nach oben ist da, wir müssen nur unsere Torquote erhöhen und hin und wieder auch einmal ein Spiel clever zu Ende spielen und nur 1:0 gewinnen, anstatt weiter zu stürmen und in Konter zu laufen.“ Für die TSV-Kicker geht es bereits in dieser Woche wieder auf den Trainingsplatz. „Wir wollen noch etwas in der Tabelle zulegen. Besser als Position drei sehe ich uns derzeit zwar nicht, aber sollten wir die Möglichkeit bekommen, um den Aufstieg zu spielen, werden wir das tun“, lautet die Ansage von Bongaerts.
Als einziges Team aus dem Süden derzeit wirklich zufrieden ist die Zweitvertretung der Sportfreunde Broekhuysen II. Als Aufsteiger hat das Team erst drei Niederlagen auf dem Konto und belegt Tabellenplatz sieben. „Damit konnte zu Saisonbeginn wirklich niemand rechnen“, räumt Spielertrainer Stefan van den Berg ein. Einziges Ärgernis seien die zu zahlreichen Platzverweise gegen seine Spieler gewesen. Für den Rest der Saison hat van den Berg sich vorgenommen: „Zwei Langzeitverletzte kehren zurück und deswegen wollen wir weiter angreifen. Ein Platz unter den ersten fünf ist das Ziel.“
Am 2. September gab es eine 0:3-Pleite gegen den Aufstiegsaspiranten aus Labbeck, seitdem hat die Germania aus Wemb nicht mehr verloren. Auf stattliche zehn Spiele ist diese Serie bereits angewachsen. Zu mehr als Rang zehn reichte es für die Mannschaft von Trainer Heinz Groß bis zur Winterpause nicht, dazu gab es zu viele Unentschieden. Die Mannschaft hat in dieser Spielzeit mit Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun und will nur noch einige Plätze weiter nach oben klettern. Nach einem verpatzten Saisonstart wurden einige erfahrene Routiniers zurück in den Kader von Viktoria Winnekendonk II berufen. Diese Maßnahme von Spielertrainer Roosen zeigte Erfolg. Vor allem der ehemalige Kapitän der ersten Mannschaft Hans-Gerd Vermöhlen brachte die Viktoria durch seine wichtigen Treffer wieder auf Kurs. Nach neun Punkten und Platz 13 zur Winterpause geht es nun wohl noch etwas weiter aufwärts.
Stärker zugesetzt als befürchtet haben den SV Walbeck III die Abgänge von einigen erfahrenen Spielern. Vor allem Torjäger Christian Schieweck und der mit Landesligaerfahrung ausgestattete Ludger Hils fehlen dem Team. Mit nur sechs Toren bei 61 Gegentoren und null Punkten halten die Walbecker die schlechtesten Werte der Liga und stehen schon mit einem Bein in der Abstiegsrelegation. Wenn es Spielertrainer Heinz-Willi Bouten gelingt in der Winterpause für gute Stimmung zu sorgen und das nötige Glück hinzukommt, hat die Mannschaft jedoch noch eine Chance.
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