Fußball: SV Sevelen klopft oben an
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 25.07.2008Die Mannschaft von Gunnar Gierschner peilt in ihrem zweiten Jahr in der Kreisliga A einen Platz in der Spitzengruppe an.
Der große Kader von 28 teilweise Landesliga-erfahrenen Spielern lässt durchaus auch mehr erwarten.Nach einem Jahr der „Konsolidierung“ will der SV Sevelen nun den Angriff auf die Spitzenplätze starten. Ganz nebenbei steigt auch die Vorfreude auf die Lokalderbys mit Issum und Vernum.
Der Trainer: Lange hatte Gunnar Gierschner darauf hingearbeitet, wieder als Spielertrainer in Sevelen auflaufen zu können. Doch nach einer vielversprechenden Wintervorbereitung kam er nur auf 75 Minuten Einsatzzeit. Jetzt, nach einem zweiten Kreuzbandriss, „ist meine sportliche Karriere leider beendet. Das ist ärgerlich, aber nicht zu ändern.“ Nun will er sich ganz auf seine Trainerkarriere konzentrieren.
Das Team: Mit einem Kader, der zahlenmäßig auch einem Bundesligisten gut zu Gesicht stehen würde, geht Sevelen in die zweite A-Liga-Saison. Personell hat sich beim 28-Mann-Team nur wenig verändert – richtige Abgänge gab es nicht. „Es zeigt das Vertrauen der Spieler zum Trainerteam, dass sie alle verlängert haben“, freut sich Gierschner. Auch die Neuzugänge haben es Gierschner angetan. „Fabian Lotoszynski ist mit seiner Landesliga-Erfahrung defensiv eine Bank, Stefan Kleinwegen hat in der Offensive super Eindrücke hinterlassen.“ Mit Dennis Schreiner gebe es nun eine Alternative auf der Libero-Position, und die A-Jugendlichen haben teilweise bereits in der vergangenen Saison ihre Stärken unter Beweis gestellt.
Der Kader
Tor
Tobias Bachor 1980 Ingo Baumanns 1970
Abwehr
Marcel Bachor 1980 Jörg Friedrich 1987 Pascal Götz 1987 Stefan Klebedanz 1981 Fabian Lotoszynski 1983 Alican Pusan 1989 Michael Rörthmans 1984 André Schetter 1977 Dennis Schreiner 1978 Jörg van Bernum 1980
Mittelfeld
Christoph Borchardt 1984 Gregor Breidenstein 1980 Pascal Engels 1988 Michel Frauendorf 1985 Mark Helmes 1988 Daniel Kawatas 1989 Torben Marx 1985 Tim Scharfschwerdt 1989 Thomas Scharfschwerdt 1980 Michael Spizak 1985 Michael Stenmans 1981 Christoph van Stiphoudt 1986
Angriff
Stefan Kleinwegen 1986 Niklas Kluge 1989 Martin Rörthmans 1983 Simon van der Sande 1989
Zugänge: Christoph Borchardt (SV Rheurdt), Stefan Kleinwegen, Dennis Schreiner (beide TuS Fichte Lintfort), Daniel Kawatas, Niklas Kluge, Alican Pusan, Tim Scharfschwerdt, Simon van der Sande (alle eigene Jugend)
Abgänge: Thorsten Fronhoffs (pausiert)
Die Stärken: Der große Kader sorgt für Ergänzungen auf zahlreichen Positionen. „Das heizt den Konkurrenzkampf an“, sagt Gierschner. So könne sich niemand hängen lassen, „alle geben Gas und ziehen voll mit.“ Ganz wichtig für Gierschner: „Die Kameradschaft ist einwandfrei; alle sind gewillt, etwas zu erreichen.“ Sevelen besitzt eine gute Mischung aus Technikern und Kämpfern, das Spielsystem „haben die Jungs im vergangenen Jahr verinnerlicht und setzen es jetzt hervorragend um“.
Die Schwächen: Trotz aller positiven Eindrücke, auch während der ersten Voba-Cup-Spiele, sieht Gierschner durchaus noch Möglichkeiten zur Verbesserung. „Ballfertigkeit, Kurzpassspiel und Torabschluss sind noch ausbaufähig“, hat der Trainer beobachtet. Der große Kader findet zudem gleich seine Berechtigung: Die Verletzungen von Martin und Michael Rörthmans, Michael Stenmans und Neuzugang Christoph Borchert müssen aufgefangen werden. „Das fällt uns zwar leichter, dennoch sind die Ausfälle dieser gestandenen Spieler eine Schwächung.“
Das Ziel: Zunächst einmal ist sich Gunnar Gierschner bewusst, dass es „wahnsinnig schwierig wird. Die Liga ist noch ausgeglichener als im vergangenen Jahr.“ Doch mit dem „sehr guten Kader“ peilt der Sevelener Trainer einen Platz in der Spitzengruppe an. „Ein Aufstieg lässt sich nie planen, aber wir wollen ganz oben angreifen.“
Die Favoriten: Auf den Punkt bringt es Thomas Kersten. „Die halbe Liga kann aufsteigen“, meint der Sportliche Leiter aus Sevelen. Für Gunnar Gierschner zählen zu den ersten Meisterschaftsanwärtern die Teams des SV Straelen III, SGE Bedburg-Hau, SV Herongen und des TSV Weeze. Dazu kommen die Absteiger – und eben die eigene Mannschaft.
RP-Prognose
Mit seiner Einschätzung, ein Aufstieg lasse sich nicht planen, liegt Gierschner nicht so falsch. Doch man kann darauf hinarbeiten – und dies machte der SV Sevelen bei der Planung der Saison. Bleibt die Mannschaft von gravierendem Verletzungspech verschont, ist ein Platz „ganz oben“ in Reichweite.
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